Frischmilch und ESL-Milch: Nicht immer heißt „Bio“ auch „gut“

Dienstag, 24. Mai 2011

Frischmilch ist gesund – so möchte man meinen. Doch hier gibt es durchaus Unterschiede, denn man differenziert zunächst zwischen der traditionell hergestellten und der länger haltbaren Milch, auch ESL-Milch genannt.

Stiftung Warentest belegte jetzt, daß es in beiden Gruppen durchaus „sehr gute“ Produkte gibt. So enttäuschte die Biomilch von denree in dem Test mit 24 fettarmen Milchsorten. Alt und mit einem leichten Nachgeschmack – das führte zu einer Bewertung mit knapp „Befriedigend“.

Auch Traditionelles kann „Sehr gut“ sein

Besonders interessant für die Liebhaber von althergebrachten Traditionen – die auf herkömmliche Art hergestellte Milch von Hansano und Landliebe erreichte jeweils ein knappes „Sehr gut“ im Test. Bei den länger haltbaren Produkten konnte nur Tuffi dieses Ergebnis erzielen.

Unter traditioneller Herstellung versteht man, daß die Milch beim Pasteurisieren für kurze Zeit auf 75 Grad erhitzt wird. Dagegen ist bei der sogenannten ESL-Milch eine Erhitzung auf bis zu 130 Grad erforderlich, dafür ist diese Milch etwa zwei Wochen länger haltbar. H-Milch dagegen wird noch stärker und länger erhitzt, was zu einem typischen Kochgeschmack führen kann.

ESL-Milch kann allerdings auch durch Mikrofiltration länger haltbar gemacht werden. Dann werden Keime über eine Membran aus der Milch gefiltert. So wendet Tuffi bei ihrer ESL-Milch diese Methode an. Insgesamt konnten die ESL-Produkte im Test am meisten überzeugen. Sie scheinen eine ideale Mischung aus schonender Erhitzung und der Kontrolle von Keimen zu sein.

Rein geschmacklich gab es bei der Frischmilch nichts auszusetzen. Zwei von drei Produkten hatten ein tadelloses Aussehen, einen einwandfreien Geruch und Geschmack. Bezüglich des Gehalts an Kalzium und Vitaminen schneidet die ESL-Milch nicht schlechter ab als die herkömmlichen Produkte.

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