Haushaltshilfe: Pflegekräfte aus Osteuropa einstellen

Dienstag, 31. Mai 2011

Eine Haushaltshilfe ist für viele Berufstätige oder Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen eine echte Erleichterung. Sie übernimmt viele kleine Tätigkeiten und sorgt damit für eine echte Entlastung. Ab dem 01. Mai 2011 darf man nun auch Kräfte aus Osteuropa sehr viel leichter und unbürokratischer als zuvor einsetzen. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit macht es möglich.

Ein Erleichterung – Doch leider teuer

Bürger aus Polen, Ungarn, Tschechien und ähnlichen osteuropäischen Staaten können ab dem 01. Mai innerhalb der Europäischen Union leichter als Arbeitskräfte eingesetzt werden. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist aber nicht nur für Menschen interessant, die Unterstützung im Haushalt suchen, sondern vor allem für Menschen, die eine Rundum-Betreuung für pflegebedürftige Angehörige benötigen, weil diese an Demenz erkrankt sind. Auch alte Menschen benötigen diese Betreuung und können nun ebenfalls auf die entsprechenden Arbeitskräfte vertrauen. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift sind weitere Details enthalten, die man bei einer Beschäftigung einer Haushaltshilfe aus Osteuropa beachten muß.

Doch der bürokratische Aufwand bei der Einstellung einer Hilfskraft ist deutlich vermindert worden. Deshalb klärt Finanztest schrittweise, worauf es jetzt tatsächlich ankommt. Von der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und der Krankenkasse über die Beantragung der Betriebsnummer bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit ist jeder Schritt detailliert beschrieben. Hinzu kommt das Abführen der Sozialversicherungsbeiträge.

Allerdings ist eine solche Haushaltshilfe eine teure Angelegenheit. Nach ersten Schätzungen dürften sich die Kosten für eine fest eingestellte Kraft auf 1.500 bis 2.000 Euro pro Monat belaufen. Besondere Regelungen gelten, wenn eine Haushaltshilfe nicht fest angestellt wird. In diesem Fall werden deutsche Vermittlungsfirmen eingeschaltet, die den Kontakt herstellen. Dann entsendet ein ausländisches Unternehmen die Kräfte nach Deutschland.

Das wiederum ist nur dann völlig legal, wenn diese Agenturen eine Verleihererlaubnis der Agentur für Arbeit haben. Sind die Haushaltshilfen dagegen als Selbständige im europäischen Ausland gemeldet, ist das besonders riskant. Hier geht der Zoll von einer sogenannten Scheinselbständigkeit aus, wenn die Fachkräfte bei den jeweiligen Familien wohnen und ihre Arbeit von alten Menschen bestimmt ist. Im schlimmsten Fall drohen der Familie dann Bußgelder und ein Strafverfahren.

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