Sozialwahl: Teilnahme und Wahlbeteiligung der Sozialwahl 2011

Dienstag, 7. Juni 2011

In unserem Gesundheitssystem dürfen wir Versicherte mitentscheiden, was mit unseren Beiträge geschieht und welche Leistungen dafür angeboten werden – doch die wenigsten Menschen wissen davon. Höchste Zeit also, im Rahmen der anstehenden Sozialwahl für Krankenkassenmitglieder und Rentenversicherte auf diese Regelung hinzuweisen und ein bißchen Licht ins Dunkel zu bringen.

Versicherte haben ein Mitspracherecht

Rund 48 Millionen Krankenkassenmitglieder und Rentenversicherte sind in diesen Tagen aufgerufen, im Rahmen der Sozialwahl Einfluß auf die Parlamente ihrer Versicherungen zu nehmen. So sind allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) rund 5,4 Millionen Menschen wahlberechtigt. Damit ist die Sozialwahl nach der Bundestags- und Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland.

Durch die Sozialwahl nehmen Versicherte unmittelbar Einfluß auf die sozialen Leistungen in Deutschland. Denn der Gesetzgeber gibt im Rahmen der Gesundheitspolitik zwar den Rahmen vor, doch die Kassen füllen diesen Rahmen im Rahmen ihrer Selbstverwaltung alleinverantwortlich aus. Deshalb bietet die Sozialwahl den Versicherten die Gelegenheit, unmittelbar Einfluß auf Entscheidungen zu nehmen, die ihre Gesundheit direkt beeinflussen.

So können durch die anstehende Sozialwahl alle TK-Mitglieder ab 16 Jahren entscheiden, wer sie in den folgenden sechs Jahren im Parlament – dem Verwaltungsrat – vertreten und ihre Interessen wahrnehmen soll. Spätestens am 01. Juni muß die Wahl beendet sein, sie wird als Briefwahl durchgeführt. Von diesem Wahlrecht sollten die Versicherten Gebrauch machen, rät die TK, denn letztlich bestimmen die Versicherten selbst, wo es mit ihrer Krankenkassen lang geht.

Der Verwaltungsrat ist das höchste Gremium der Techniker Krankenkasse. Er verabschiedet die Satzung, beschließt den Haushalt und wählt und kontrolliert den Vorstand. Außerdem verantwortet er alle maßgeblichen Finanzentscheidungen und ist für Leistungen verantwortlich, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinausgehen. Schon deshalb ist es für die Versicherten ratsam, in ihrem eigenen Interesse Einfluß auf den Verwaltungsrat zu nehmen.

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