Medikamente in der Schwangerschaft: Risiken und natürliche Heilmittel

Dienstag, 14. Juni 2011

Wer sich auf ein Baby freut, ist mit seiner Gesundheit besonders vorsichtig – schon deshalb sollte man gut auf sich achten. Doch wenn eine Krankheit dann doch nicht zu vermeiden ist, sind alternative Heilmittel in jedem Fall besser als der Griff in den Medikamentenschrank.

Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) noch einmal ausdrücklich hin. Denn die meisten Wirkstoffe gelangen in den Blutkreislauf des Babys und können sein Wachstum stören oder gar Fehlbildungen verursachen. Gerade bei leichten Erkrankungen gibt es durchaus natürliche Alternativen, so daß medizinische Arzneimittel nicht unbedingt nötig sind.

Besser natürliche Alternativen – Im Interesse des Babys

So ist es oft schon ausreichend, bei Atemwegsinfektionen genügend zu trinken, weiß man im Ärztezentrum der TK. Gut geeignet sind warmer Tee oder heiße Zitrone, und auch das Inhalieren von Kochsalzlösungen ist eine sinnvolle Alternative. Pflanzliche Produkte mit Efeu oder Thymian sind ebenfalls nach Rücksprache mit dem Arzt erlaubt, bei schleimlösenden Medikamenten allerdings ist diese Rücksprache in jedem Fall erforderlich.

Ein bewährtes Hausmittel bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sind zum Beispiel warme Kartoffelwickel. Gekochte Kartoffeln mit Schale werden zerdrückt und in ein Handtuch gewickelt – und auf Brust und Hals gelegt. Damit kann man eine Bronchitis und Halsschmerzen oft schon im Keim ersticken. Die gängigen Nasensprays dagegen sind mit Vorsicht zu genießen – sie enthalten abschwellende Substanzen und können über die Gebärmutter die Blutversorgung des Kindes einschränken. Fieber dagegen ist am besten mit Bettruhe zu behandeln, ergänzt mit feucht-kühlen Umschlägen und Wadenwickeln. Ein in kaltes Wasser getauchtes Tuch wird um die Waden gewickelt, ein trockenes Tuch kommt darüber. Anhaltendes Fieber oder Temperaturen über 39 Grad sind allerdings ein Fall für den Arzt.

Einige Krankheiten können und müssen aber während der Schwangerschaft weiterbehandelt werden. Auch bei bestehendem Kinderwunsch sollte man rechtzeitig mit dem Arzt besprechen, ob die verordneten Medikamente für das Kind schädlich sind. Im Zweifelsfall sollte man rechtzeitig auf alternative und unschädliche Mittel umstellen – natürlich nach Rücksprache mit dem Arzt.

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