Smoothies: Fruchtgehalt und Qualität im Test

Freitag, 17. Juni 2011

Sie werden als „Obst aus der Flasche“ gewinnbringend vermarktet – und sollen aus nichts als Frucht bestehen, glaubt man der Werbung der Hersteller. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Verbraucherzentrale NRW sollte ein guter Smoothie aus mindestens 50 Prozent Obst bestehen – doch ein entsprechender Test von 25 Produkten zeigte, daß rund die Hälfte der getesteten Produkte überwiegend aus Saft bestehen!

Nicht alles verdient den Namen „Smoothie“

Erst Anfang des Jahres waren 25 Produkte von der Verbraucherzentrale untersucht worden. 12 davon enthielten mehr als 50 Prozent Saft, fünf Produkte wiesen die Bestandteile gar nicht erst aus. Ein hoher Anteil an Saft aber verringert die Qualität. Und auch der angegebene Anteil der exotischen Früchte ist oft nicht deckungsgleich mit dem tatsächlichen Flascheninhalt – verleiht dem Produkt aber einen werbewirksamen Namen.

Nicht zu Unrecht mahnt die Verbraucherzentrale NRW die jeweiligen Hersteller deshalb ab, denn solche Angaben auf der Verpackung sind schlicht irreführend. Besonders heikel ist auch der Verstoß gegen beide Qualitätsmerkmale – so zeichnete sich der Knorr Vie Birne Karotte Holunder von Unilever durch einen geringen Anteil von Holunder aus und einem Saftanteil von über 60 Prozent. Hier von einem gesunden exotischen Smoothie zu sprechen, erscheint schlicht wie blanker Hohn.

Identifizieren kann man solche Mogeleien aber nur, wenn man die Zutatenliste genau liest. So sollte ein Smoothie zu mehr als 50 Prozent aus Püree oder Obststücken bestehen. Liegt der Preis aber zwischen 36 und 96 Cent pro 100 Milliliter, dann ist reines Obst einfach günstiger – notfalls auch selbst püriert, um den smoothigen Geschmack zu erhalten.

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