Mangelnde Hygiene begünstigt EHEC

Dienstag, 12. Juli 2011

Die Nachrichten schlugen ein wie eine Bombe – seit Mitte Mai beherrscht nur noch ein Thema die täglichen Pressemeldungen. EHEC ist auf dem Vormarsch, eine Reihe von Todesopfern ist zu beklagen, darunter auch kleine Kinder.

Lange Zeit tappten die Experten völlig im Dunkeln, wo die Krankheit eigentlich herkommt – mit überraschenden Auswirkungen für unser tägliches Leben. Denn plötzlich gab es in den Kantinen keine Gurken und Tomaten mehr und auch Blattsalate waren nicht erhältlich. Das gleiche Bild im Supermarkt – wer frisches Gemüse suchte, sah sich meist vor leeren Regalen.

Doch die Auswirkungen der EHEC-Erkrankung waren tatsächlich enorm – so gingen in den betroffenen Krankenhäusern die Blutkonserven aus, und die Stationen mussten wegen Überfüllung geschlossen werden. Am schlimmsten aber dürften die Konsequenzen für die Erkrankten sein – einige haben die Krankheit nicht überlebt, andere kämpfen vielleicht ein Leben lang mit bleibenden Nierenschäden und müssen regelmäßig zur Dialyse, wenn keine Spenderniere zur Verfügung steht. Da ist es sinnvoll, einige Hygienevorschriften zu beachten, um einer Ansteckungsgefahr weitgehend aus dem Weg zu gehen.

Etwas mehr kann nicht schaden – Hygiene ist der Feind des Erregers

Die Verbraucherzentrale Bayern weist dann auch ganz explizit darauf hin, dass verstärkte Hygienemaßnahmen einer Ansteckung mit EHEC vorbeugen können. Regelmäßiges und häufiges Händewaschen hilft, wobei Sie möglichst Seife verwenden sollten.

Rohes Fleisch sollte immer völlig getrennt von anderen Speisen zubereitet werden, die nur roh verzehrt werden. Auch Besteck und Bretter können ein Ansteckungsherd für Keime und Bakterien aller Art sein. Deshalb sollten sie nur mit dem rohen Fleisch in Verbindung kommen, keinesfalls sollten Sie Brot oder Salat mit bereits benutzten Bestecken und Brettern anrichten. Selbst Wischlappen, die Sie in der Küche verwenden, können Keime übertragen und sollten deshalb ganz regelmäßig bei 60 Grad den Gang in die Waschmaschine antreten.

Als große Gefahrenquelle gelten jegliches Fleisch, Milch oder alle Speisen, die nicht voll und ganz durchgegart sind. Hier hilft nur der Verzicht auf rohe Speisen und Getränke aller Art – was ganz besonders für die üblichen Risikogruppen Kinder, ältere Menschen und Schwangere gilt.

Ein letzter Tipp – besonders für die Kleinen: EHEC kann auch durch den Kontakt mit Tieren übertragen werden, wenn deren Fell verunreinigt ist. Streicheln ist zwar erlaubt, danach ist aber gründliches Hände waschen angesagt.

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