Grippeschutz und Winter-Wellness

Samstag, 20. Dezember 2014

Echte Grippe oder fiebrige Erkältung
Erkältungen und grippale Infekte gehören zum Winter wie die weihnachtliche Beleuchtung in die Shoppingzonen im Dezember. Nicht jede fiebrige Erkältung ist ein Grund, sich Sorgen zu machen. Allerdings ist der Winter auch Grippezeit. Die durch ein jährlich leicht gewandeltes Influenza-Virus ausgelöste Erkrankung ähnelt ein wenig dem saisontypischen Schnupfen. Mehrheitlich verläuft eine Grippeinfektion tatsächlich beinahe unbemerkt und wird von Betroffenen als fiebrige Erkältung eingestuft. Der Verlauf in etwa einem Fünftel der Infektionen ist jedoch deutlich dramatischer und gefährlicher. Betroffene müssen deshalb bei jedem fundierten Verdacht schnellstmöglich kompetente medizinische Hilfe suchen. Zu den Verdachtsmomenten zählen

  • plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl,
  • hohes Fieber,
  • Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen,
  • trockener Husten sowie
  • starke Müdigkeit.

Als Schutz vor der echten Grippe wird die jährlich dem aktuellen Virus angepasste Grippeschutzimpfung angeboten. Ergänzend dazu sollten Sie gerade in der Hochsaison für lästige Infektionserkrankungen auf eine sorgfältige Hygiene achten, die mit dem richtigen und regelmäßigen Händewaschen beginnt.

Alle Jahre wieder
Die jährliche Grippesaison beginnt kurz vor der der für viele stressigsten Zeit des Jahres: in der Vorweihnachtszeit. Stress allein hat negative Auswirkungen auf das Immunsystem. Neben der Grippe lauern weitere virulente und bakterielle Infektionen, die potentiell den Verlauf einer Grippe ungünstig beeinflussen. Die Standardempfehlung, die auch in diesem Jahr wieder rechtzeitig von den zuständigen öffentlichen Institutionen verbreitet wird, definiert Oktober und November als richtigen Zeitpunkt einer Grippeschutzimpfung durch den betreuenden Hausarzt. Da der Aufbau des vollständigen Impfschutzes bis zu zwei Wochen dauert, ist dieser frühe Zeitpunkt optimal. Allerdings ist auch die spätere Impfung noch sinvoll, um sich und seine Familie zu schützen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel auch für diejenigen, die keiner expliziten Risikogruppe angehören.

Impfempfehlung (nicht nur) für Risikogruppen
Angst vor der Impfung ist verbreitet, aber unnötig. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeschutzimpfung besonders bestimmten, sogenannten Risikogruppen, die wegen Vorerkrankungen, aus Altersgründen oder aufgrund sonstiger Risikofaktoren ein beeinträchtigtes Immunsystem und damit ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen. Diese Impfempfehlung gilt für

  • Menschen über 60 Jahren,
  • chronisch Kranke (speziell bei Erkrankungen der Atemwege, des Stoffwechsels und des Herz-Kreislauf-Systems) und
  • Schwangere.

Auch Personengruppen mit einer besonderen Disposition, die häufigen Kontakt zu größeren Menschenmengen oder den genannten Risikogruppen haben, sind Adressaten der Impfempfehlung. Ein guter und flächendeckender Schutz vor der echten Grippe ist die effektives Verhinderung dramatischer Grippewellen, wie sie in der Vergangenheit immer wieder Tausende Opfer zur Folge hatten. Aber auch die nächsten Angehörigen und Freunde profitieren, wenn Sie den Winter mit all seinen reizvollen Aspekten gesund und ohne Angst vor einer schweren Influenza-Infektion genießen können.

Anzeige