Starker Anstieg der Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen

Freitag, 3. April 2009

Dass die Zahl der Arbeitnehmer, die wegen psychischer Probleme der Arbeit fern bleiben mussten, in den letzten zwei Jahren um 20 Prozent gestiegen ist, hat seinen Grund wohl vor allem in der zunehmenden Angst der Menschen, die um ihren Arbeitsplatz bangen und unter der finanziellen Unsicherheit in Folge der Wirtschaftskrise leiden. Wie die Techniker Krankenkasse herausfand, waren von durchschnittlich 11 Krankheitstagen im Jahr 1,4 Fehltage psychisch bedingt.

Schon seit längerem wird festgestellt, dass psychische Erkrankungen einen immer höheren Prozentsatz bei den Krankheiten ausmachen, die zur zeitweisen oder gar dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen. Es sind nicht nur die jährliche Erkältung oder die weit verbreiteten Rückenprobleme, die den Arbeitnehmern zu schaffen machen. Nein, auch Depressionen, Angstzustände und Burn-Out-Syndrome nehmen zu.

Die immer härter werdende Arbeitswelt, die Gefahr, jederzeit seinen Job verlieren zu können, und eventuell noch das Mobbing durch die Kollegen, gehen nicht spurlos an den Arbeitnehmern vorüber. Es wird befürchtet, dass die psychischen Erkrankungen, die zu Fehlzeiten bei der Arbeit führen, weiter zunehmen, wenn die Wirtschaftskrise noch lange anhält und weitere Entlassungen drohen.

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