Bei zu heißen Getränken droht Speiseröhrenkrebs

Freitag, 17. April 2009

Eine Studie der Universität von Teheran hat ergeben, dass das Trinken von sehr heißen Getränken das Risiko erhöht, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Trinkt man Tee mit einer Temperatur von über 65 Grad Celsius direkt nach dem Einschenken, steigt das Krebsrisiko um das Achtfache an – verglichen mit dem Trinken von lauwarmen Getränken.

Mehr als 500.000 Menschen sterben jährlich an Speiseröhrenkrebs. Die größten Risikofaktoren sind Tabak und Alkohol. Da Speiseröhrenkrebs aber auch in Regionen vorkommt, wo nur wenig geraucht und getrunken wird, muss es noch etwas anderes geben, was zu Speiseröhrenkrebs führt. Es gab schon länger die Vermutung, dass das Trinken von sehr heißen Getränken dazu führen kann, dass die Innenwand der Speiseröhre geschädigt wird.

Die iranische Studie hat diese Vermutung nun bestätigt. Es wurden die Trinkgewohnheiten in der Provinz Golestan untersucht, wo kaum Alkohol getrunken und nur wenig geraucht wird, dafür aber regelmäßig sehr heißer Tee getrunken wird. Die Studie hat allerdings keinen Zusammenhang feststellen können zwischen der Menge des getrunkenen Tees und dem Krebsrisiko.

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