Schlafmangel fördert Übergewicht

Dienstag, 28. April 2009

Schlank werden im Schlaf – das hört sich wie eine Werbeslogan an, aber es scheint doch etwas dran zu sein: Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Hungergefühl und Appetit zunehmen, wenn die Schlafdauer verkürzt wird.

Hunger und Sättigungsgefühl werden durch Hormone gesteuert, die ihre Informationen nur dann weitergeben können, wenn die dafür benötigten Rezeptoren funktionieren. Genau dieses Zusammenspiel zwischen Botenstoffen und Rezeptoren ist aber gestört, wenn wir zu wenig schlafen. Bei Schlafmangel sind die Hormone fehlgesteuert, was zur Folge haben kann, dass es zu Heißhungerattacken kommt und kein ausreichendes Sättigungsgefühl auftritt.

Um Übergewicht vorzubeugen, ist es deshalb empfehlenswert, nicht nur auf eine gesunde und kalorienarme Ernährung so wie ausreichende körperliche Bewegung zu achten, sondern auch für genügend Schlaf zu sorgen. Die durchschnittliche Länge des nächtlichen Schlafs hat sich in den letzen 100 Jahren um rund 2 Stunden pro Nacht verkürzt. Heute schlafen wir nur noch 7 Stunden, während es Anfang des letzten Jahrhunderts noch 9 Stunden waren.

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