Deutsche leiden an Unterversorgung mit Vitamin D

Freitag, 8. Mai 2009

Bisher hatte man geglaubt, dass nur bestimmte Bevölkerungsgruppen unter einem Mangel an Vitamin D leiden. Jetzt hat eine Expertenrunde aber festgestellt, dass es eine Zunahme an Krankheiten gibt, die durch Mangel an Vitamin D entstehen. Deshalb gehen die Fachleute davon aus, dass nicht nur Senioren und Menschen aus sozial schwachen Familien und Einwandererfamilien einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel haben, sondern die gesamte Bevölkerung.

Ein Mangel an Vitamin D erhöht da Risiko, an Osteoporose und Multipler Sklerose zu erkranken. Vitamin D kann zum einen über die Nahrung aufgenommen werden (Lebertran, Fisch, Eigelb, Milchprodukte), und zum anderen kann der Organismus es über das Sonnenlicht selber bilden. Dazu genügt es, Gesicht und Arme täglich etwa 15 Minuten lang dem Sonnenlicht auszusetzen. In den Wintermonaten mit wenig Sonnenlicht, ist der Vitamin D-Mangel höher ausgeprägt als im Sommerhalbjahr.

Wie hoch der Tagesbedarf an Vitamin D ist, ist noch nicht endgültig geklärt. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung von 5 Mikrogramm pro Tag ausgeht, propagierte der Nobelpreisträger Pauling 20 Mikrogramm pro Tag.

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