Spezielle Streichelnerven in der Haut entdeckt

Donnerstag, 28. Mai 2009

Wussten Sie, dass es Nervenfasern gibt, die speziell auf Streicheln reagieren, also auf langsame und gleitende Bewegungen? Das haben jetzt schwedische Wissenschaftler nachweisen können. Sie entdeckten vor allem in der Unterarmhaut „Streichelnerven“, die sanfte Berührungsreize an das Gehirn weiterleiten. Diese CT-Nerven, die die Haut durchziehen, leiten Signale langsamer weiter als andere Nerven. Die „Streichelnerven“ schicken ihre Reize in das Hirnareal, das für die Verarbeitung positiver Reize zuständig ist.

Besonders interessant ist auch eine weitere Entdeckung: Die angenehmen Reize durch das Streicheln werden auch dann noch empfunden, wenn dasselbe Hirnareal gleichzeitig unangenehme Tastempfindungen registriert, wie etwa Schmerzen! Die negativen Reize können die positiven also nicht überlagern. Die Forscher vermuten, dass diese speziellen Nervenfasern dazu dienen, soziale Bindungen wie die zwischen Mutter und Kind, zu festigen und einen Gegenpol gegen schmerzhafte Reize zu bilden. Der sexuellen Stimulation dienen die „Streichelnerven“ hingegen nicht, denn in den Genitalien – wie übrigens auch in den Handinnenflächen- kommen diese Nervenfasern nicht vor.

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