Kritik an Kampagnen gegen Übergewichtige

Freitag, 5. Juni 2009

Die Medien sind voll von Berichten darüber, dass die meisten von uns zu dick sind und damit ein hohes Gesundheitsrisiko eingehen. Das stimmt aber so gar nicht, sagt zumindest der Mediziner Gunter Frank, der zudem kritisiert, dass die modernen Kampagnen gegen Dicke deren Gesundheit nur Schaden zufügen.

Angeblich sind in Deutschland die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer übergewichtig. Diese Angaben stammen von der Europäischen Dachorganisation der Adipositasgesellschaften. Diese werden aber von Herstellern gesponsert, die Appetitzügler herstellen! Also ist diese Studie wenig vertrauenerweckend. Die Grenzen, ab wann man von Übergewicht oder Adipositas sprechen kann, sind willkürlich festgesetzt worden, vor allem auch im Interesse von Lebensversicherungen, die auf diese Weise viele Menschen als risikobehaftet definieren können.

Dr. Frank bemängelt, dass die Ergebnisse dieser Untersuchung trotzdem kritiklos von Politikern und Gesundheitsexperten übernommen werden, obwohl es mittlerweile Studien gibt, die zu dem Ergebnis kommen, dass Menschen, die nach den gängigen Tabellen schon als leicht übergewichtig gelten, normalerweise gesünder sind und länger leben als Personen mit vermeintlichem Idealgewicht.

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