Erinnerung an fetthaltiges Essen wird im Langzeitgedächtnis gespeichert

Samstag, 6. Juni 2009

Eine interessante Entdeckung haben jetzt Forscher der University of California gemacht: Sie haben herausgefunden, dass wir uns noch lange an sehr reichhaltiges fettes Essen erinnern können. Die Information über eine besonders leckere Mahlzeit wird im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Das geschieht über ein bestimmtes Molekül namens Oleoylethanolamid (OED), das freigesetzt wird, sobald Nahrungsfette in den Darm gelangen. OED sendet dem Gehirn das Signal der Sättigung. Nun weiß man aber auch, dass es das OED ist, das dafür verantwortlich ist, dass die Erinnerungen an fetthaltige Mahlzeiten so lange gespeichert werden.

Den Grund für diesen Mechanismus sehen die Forscher darin, dass es für frühere Generationen überlebenswichtig war, sich an die Orte zu erinnern, wo es besonders reichhaltige Nahrung gab. Für die heute lebenden Menschen, zumindest für die in den westlichen Industrienationen, führt diese Fähigkeit unseres Gedächtnisses aber leider auch oft dazu, dass sie sich ständig nach fetthaltigem Essen sehnen. Gerade für Menschen mit starkem Übergewicht ist das problematisch.

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