Einigkeit zwischen Ärzten und Apothekern über Blutdruck-Werte

Donnerstag, 20. August 2009

Etwa 30 Millionen Deutsche haben einen zu hohen Blutdruck. Die Hälfte der Betroffenen weiß davon gar nichts. Von denen, die ihren Blutdruck regelmäßig überprüfen lassen, gehen viele, statt zum Arzt in eine Apotheke, wo man ebenfalls eine Blutdruckmessung vornehmen lassen kann. Bisher allerdings gab es keine allgemein anerkannten Richtlinien über die Blutdruckwerte.

Nun haben sich aber die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände und die Fachgesellschaft Deutsche Hochdruckliga zusammen mit den Ärzten auf bestimmte Grenzwerte geeinigt: Erreichen die Blutdruckwerte mehr als 140 zu 90 mm Hg, raten nun die Apotheker den Kunden dazu, in absehbarer Zeit einen Arzt aufzusuchen. Bisher galt dieser Richtwert nur für die Ärzte.

Die Verbände einigten sich auch darauf, die als bedenklich eingestuften Blutdruckwerte bei bestimmten Patientengruppen zu verändern. Bei Diabetiker und Patienten, die an Herz- oder Nierenerkrankungen leiden, gelten nun etwas niedrigere Werte als bei Personen, die diese Beschwerden nicht aufweisen. Wer an Diabetes, Herz- oder Nierenkrankheiten leidet, sollte einen Blutdruckwert von höchstens 130 zu 85 mm Hg aufweisen.

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