Mikroblutungen durch Aspirin

Freitag, 21. August 2009

Viele Senioren nehmen Acetylsalicylsäure, also Aspirin, zur Blutverdünnung ein. Wie Wissenschaftler der Erasmus-Universität in Rotterdam nun durch Magnetresonanzaufnahmen festgestellt haben, kann dieser Wirkstoff im Gehirn eine Miniblutung auslösen. In einer Studie an 1000 Teilnehmern im Seniorenalter fand man heraus, dass Personen, die Aspirin zur Blutverdünnung einnahmen, häufiger solche Mikroblutungen im Gehirn aufwiesen als Personen, die Blutverdünner einnahmen, die nicht auf Acetylsalicylsäure basieren.

Um das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, betonen die Wissenschaftler aber, dass der Nutzen der Blutverdünner sehr viel höher zu bewerten sei als das eventuelle Risiko, das sie beinhalten. Blutverdünnende Mittel helfen, einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Dieser positive Effekt wiegt mehr als eine mögliche Mikroblutung, die in den meisten Fällen keine große Gefahr darstellt. Personen, die bereits Anzeichen einer durch Aspirin ausgelösten Miniblutung im Gehirn aufweisen, sollten allerdings auf andere Blutverdünner ausweichen. Diesen Rat gibt Meike Vernooij, die Leiterin der Studie.

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