Kompressionsstrümpfe schützen Schlaganfallpatienten nicht vor Thrombosen

Mittwoch, 26. August 2009

Für Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben und zur Vermeidung von weiteren Blutgerinnseln Kompressionsstrümpfe tragen, gibt es beunruhigende Neuigkeiten von Ärzten aus Großbritannien: Sie haben in einer Studie an über 2.500 Teilnehmern herausgefunden, dass das Tragen von Kompressionsstrümpfen das Risiko von Thrombosen für diesen Personenkreis nicht senkt.

Die Untersuchung ergab, dass von den Patienten, die nach einem Schlaganfall Kompressionsstrümpfe trugen, 10 Prozent eine Venenthrombose entwickelten. Damit liegt die „Erfolgsquote“ bei gerade einmal 0,5 Prozent, denn der Anteil von Patienten, die eine Thrombose bekamen, ohne die Strümpfe getragen zu haben, lag mit 10,5 Prozent auch nur unwesentlich höher.

Dazu hatten die Träger der Kompressionsstrümpfe noch unter Hautproblemen, Geschwüren und Blasen zu leiden, und bei 5 Prozent der Studienteilnehmer starb sogar Hautgewebe ab. Martin Dennis, der Leiter der Edinburgher Studie, schlägt daher vor, die Richtlinien für die Weiterbehandlung von Schlaganfallpatienten neu zu überdenken und zu überarbeiten.

Anzeige