Menschliche Nasen sind den Vogelgrippe-Viren zu kalt

Donnerstag, 10. September 2009

In Sachen Vogelgrippe kommt eine gute Nachricht: Mediziner haben herausgefunden, dass unsere Nase zu kalt ist für die Vogelgrippe-Viren. Sie können sich dort nicht vermehren. Eine Pandemie scheint also nach derzeitigem Erkenntnisstand eher unwahrscheinlich zu sein.

Zu dieser Ansicht gelangten Forscher vom Imperial College London und von der University of North Carolina, die gemeinsam eine Studie dazu durchführten. Sie infizierten Zellen der menschlichen Atemwege mit normalen Grippeviren und den Viren der Vogelgrippe.

Die Temperatur in menschlichen Nasen beträgt nur 32 Grad Celsius, was zu niedrig für das Vogelgrippevirus ist. Das unterscheidet dieses Virus von den normalen Grippeviren. Sie können sich nämlich sowohl bei der normalen Körpertemperatur von 37 Grad als auch bei der niedrigen Nasentemperatur von 32 Grad Celsius vermehren. Vogelgrippeviren dagegen bevorzugen eine Temperatur von rund 40 Grad. Das ist die Durchschnittstemperatur ihrer normalen Brutstelle- des Vogeldarms.

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