Wirkstoff aus grünem Tee kann möglicherweise Aids-Gefahr für Frauen mindern

Freitag, 11. September 2009

Hochkonzentrierte Wirkstoffe aus grünem Tee, in Vaginalcremes verarbeitet, könnten eventuell bald das Risiko für Frauen, an Aids zu erkranken, senken. Forscher des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie der Uni Hamburg haben in Laborexperimenten herausgefunden, dass der in grünem Tee enthaltene Wirkstoff EGCG Frauen vor einer sexuellen Übertragung des Aids-Virus schützen kann. In weiteren Versuchen muss nun aber geklärt werden, ob die männlichen Samen durch den Wirkstoff keinen Schaden nehmen, da sonst Befruchtungen unmöglich gemacht würden.

Männliches Sperma enthält Fibrillen, kleinste Proteinfäden, die durch eine Wechselwirkung mit HIV und einer Zelloberfläche die Ansteckungsgefahr des Aids-Virus um das tausendfache erhöhen. Forscher haben schon lange nach einem Wirkstoff gesucht, der diese Fibrillen unschädlich macht und so das Risiko einer Aidsinfektion verringert. Der Wirkstoff EGCG, der in grünem Tee enthalten ist, kann genau das bewirken- nämlich die Fibrillen abbauen. Die Forscher weisen darauf hin, dass das Trinken von reichlich grünem Tee keinerlei Schutz vor einer Aidsinfektion bieten kann.

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