Studie zu Anti-Aging-Produkten

Samstag, 3. Oktober 2009

Freie Radikale gelten als Krankmacher und Lebensverkürzer, während die Antioxidantien als wahre Wundermittelchen hochgejubelt werden.

Forscher einer Universität in Montreal konnten im Fadenwurm fünf für die Zellentgiftungsenzyme verantwortliche Gene ausschalten. Das führte zu der Erkenntnis, dass die Würmer auch ohne Antioxidantien genauso lange lebten wie die genetisch unveränderten Würmer. Dahinter steckt die Theorie, dass beim Stoffwechsel Giftstoffe in der Zelle entstehen, die im Alter ihre Aktivitäten erhöhen und letztlich zum Zellsterben führen. Dieser Prozess soll auch Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer hervorrufen. In den menschlichen Zellen existieren Mechanismen, die die freien Radikale wieder abbauen und diese Enzyme nutzt die Anti-Aging-Industrie.

Bisher weiß man aber nicht, ob die freien Radikale verantwortlich für den Alterungsprozess sind oder eine Folge dessen. Nach den neuesten Forschungsergebnissen lässt sich vermuten, dass die freien Radikale nicht die Hauptursache für den Prozess des Älterwerdens sein können. Beide Forscher betonen aber, dass oxidativer Stress ungesund sei und es keinen Grund gebe sorglos zu sein.

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