Künstliche Lebensmittelzusätze

Mittwoch, 7. Oktober 2009

In der letzten Zeit hat der so genannte „Analog-Käse“ die Diskussion um Lebensmittelzusätze und deren Kennzeichnung auf den Verpackungen erneut ins Rollen gebracht. Dabei ist der imitierte Käse nur eins der vielen Kunstprodukte, die den Verbrauchern untergejubelt werden, ohne dass diese das merken.

Es gibt Bananenmilch ohne Bananen, Vanillejogurt ohne Vanille und Schokokekse ohne Schokolade. Die Liste solcher Lebensmittel ist lang. Viele Milchprodukte, die mit Früchten oder Zubereitungen daraus beworben werden, enthalten keine Früchte sondern künstliches Aroma und Zucker. Statt Käse wird ein Käseimitat verwendet, das wie Käse aussieht und auch so schmeckt, aber nur die Hälfte kostet. Und an Stelle von Schinken wird Formschinken verwendet, der nur Fleischreste und Wasser, Stärke sowie andere Verdickungsmittel enthält.

In der Regel sind die künstlichen Zusatzstoffe nicht gesundheitsschädigend, aber meistens ernährungsphysiologisch minderwertig, in ihnen fehlen Vitamine und Mineralstoffe. Verbraucherschützer fordern, dass die Verwendung künstlicher Lebensmittelzusätze auf den Verpackungen deutlicher gekennzeichnet werden muss.

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