Ärzte machen aus Patienten Versuchskaninchen

Montag, 12. Oktober 2009

Niedergelassene Ärzte testen an ihren Patienten für die Pharmaindustrie Medikamente gegen Bezahlung, ohne dass die Patienten davon erfahren.

Allein 2008 haben Ärzte 85.000 Mal an insgesamt 329 Studien teilgenommen und 2009 ist die Zahl noch einmal angestiegen. Innerhalb dieser umstrittenen Studien beobachten Ärzte die Wirkung neuer Medikamente an ihren Patienten, aber meistens ohne deren Wissen und Einverständnis.

Für jeden der teilnehmenden Patienten bekommt der Arzt zwischen 10 und 1.000 Euro. Jetzt fordern auch die gesetzlichen Krankenkassen, dass alle Studien in Verbindung mit der Zulassung von Medikamenten veröffentlicht werden müssen und nur dann zugelassen werden, wenn sie klaren Anforderungen entsprechen und dabei sei eine Grundvoraussetzung die Einwilligung der Patienten.

Die Pharmaindustrie verteidigt sich und legt dar, dass die Anwendungsbeobachtungen unverzichtbar in der Arzneimittelforschung sein und Vergütungen in unverhältnismäßiger Höhe geben es nicht.
Kritiker sprechen hingegen schon seit geraumer Zeit von der Korruption, die in Arztpraxen stattfindet.

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