Alzheimer könnte durch schlechten Schlaf gefördert werden

Freitag, 16. Oktober 2009

Glaubt man neuesten Ergebnissen der Forschung, könnte schlechter Schlaf zur Entstehung von Alzheimer beitragen. Hinweise darauf bekamen Forscher durch eine Studie mit genetisch veränderten Mäusen, die Symptome entwickeln, die einer Erkrankung an Alzheimer ähneln.

Dabei haben die Neurologen festgestellt, dass das Gehirn der Mäuse während des Wachseins mehr Amyloid-Beta enthält als beim Schlafen. Das ist der Stoff, der sich auch bei Alzheimererkrankten im Gehirn ablagert und als Auslöser für Demenz gilt. Die Konzentrationen des Amyloid-Beta stiegen auch an, wenn die Tiere am Schlaf gehindert wurden. Nun vermuten die Forscher, dass Schlafstörungen Alzheimer zumindest fördern könnten, und halten deswegen einen erholsamen Schlaf für einen Schutz.

Wichtig dabei ist ein Protein namens Orexin, das auch am Schlaf-wach-Rhythmus beteiligt ist. Sobald die Forscher den Mäusen das Protein injizierten, blieben sie länger wach und es bildete sich vermehrt Amyloid-Beta. Wurden hingegen die Orexingaben abgesetzt, schliefen die Mäuse mehr und die Konzentration von Amyloid-Beta sank.

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