Augenlaser: Ablauf und Methoden bei LASIK, LASEK, Intra-LASIK

Zur Auswahl stehen verschiedene, computergesteuerte Lasermethoden, bei denen immer ein Excimer-Laser zum Einsatz kommt. Daneben ist auch die Verwendung von zwei unterschiedlichen Modellen möglich.

Grundsätzlich erfolgt die Behandlung im Sitzen oder Liegen. Die gesamte Augenpartie wird desinfiziert, das Auge selbst mit einem lokalen Anästhetikum beträufelt. Wichtig für den gesamten Eingriffszeitraum ist, dass das Auge permanent geöffnet bleibt. Die Wirkung der Betäubung setzt rasch ein, der Eingriff kann beginnen.

LASIK

Die gängigste Methode ist die LASIK (Laser In Situ Keratomileusis), bei der nur ein Laser zum Einsatz kommt. Mit der LASIK lassen sich Fehlsichtigkeiten von -10,0 Dioptrien bis +4,0 Dioptrien behandeln. Mit einem sehr feinen Messer (Mikrokeratom) wird die oberste Hornhautschicht kreisrund eingeschnitten und wie ein Deckel (Flap) zur Seite geklappt. Im Anschluss kommt der Excimer-Laser zum Einsatz. Durch Eingabe der ermittelten Daten zur Fehlsichtigkeit ist dieser Laser in der Lage, seinen Strahl zielgerichtet und exakt dosiert im betroffenen Hornhautgebiet einzusetzen. Mögliche Augenbewegungen werden von dem hochpräzisen Gerät erfasst und in die Berechnung mit einbezogen, wodurch der Strahl genau platziert bleibt. Der Laserstrahl sorgt für eine Verdampfung auf der Hornhaut, mit der sich Areale im Bereich von einem tausendstel Millimeter behandeln lassen. Nach dem Einsatz wird der Deckel zurückgeklappt. Dieser heilt selbständig ein, muss somit nicht fixiert werden. Nach ca. sechs Wochen ist der Heilungsprozess der obersten Hornhautschicht abgeschlossen.

LASEK

Die LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis, auch Epi-LASIK) wird dann eingesetzt, wenn die Hornhaut sehr dünn ist. Hierbei wird nur die Epithelschicht der Hornhaut gelöst, das weitere Verfahren ähnelt der LASIK. Nachdem die Epithelschicht wieder aufgelegt wird, muss diese für den Heilungsprozess mit einer speziellen Kontaktlinse geschont werden. Das Verfahren eignet sich für Fehlsichtigkeiten im Bereich von – 6,0 Dioptrien bis +3,0 Dioptrien und kann Verkrümmungen bis zu -4,0 Dioptrien beseitigen.

Intra LASIK

Bei der Intra-LASIK (auch Femto-LASIK) kommen zwei Laser zum Einsatz. Der erste Femtosekunden-Laser führt den hochpräzisen Schnitt aus und ersetzt so das Mikrokeratom. Hierbei werden durch ultrakurze Lichtwellen Gasbläschen erzeugt, die die oberste Hornhautschicht anheben, so dass diese nur noch zur Seite geklappt werden muss. Im Anschluss kann der Excimer-Laser eingesetzt werden. Diese Methode wird z.B. dann gewählt, wenn die Diagnose nicht eindeutig ist und der Operateur sich vor Ort einen Eindruck verschaffen möchte. Entscheidet er sich während der Eröffnung gegen ein weiteres Vorgehen, verschließt sich der behandelte Bereich sofort wieder durch Diffusion der Gasbläschen.

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