Augenlaser Risiken und Komplikationen

Klären Sie den behandelnden Arzt vor einem möglichen Eingriff über Ihren Gesundheitszustand genau auf. Gehen Sie dabei auch auf familiär gehäufte Ereignisse ein. Hierdurch lassen sich mögliche Risiken oder Probleme vielfach minimieren.

Laserbehandlungen am Auge stellen generell ein eher geringes Risiko dar. Komplikationen sind bis heute nur in seltenen Fällen beschrieben. Weltweite Studien sprechen von unter einem Prozent. Die Tatsache der möglichen Risiken darf deshalb jedoch nicht verschwiegen werden und gehört in jedes gute Beratungsgespräch hinein.

Durch die Behandlung kann es zu Reizungen oder Rötungen kommen. Juckreize sind keine Seltenheit und führen unweigerlich zum Wunsch, das Auge zu reiben. Dies gefährdet den Heilungsprozess. Geeignete Augentropfen lindern den Juckreiz und vermindern Rötungen, Schwellungen und weitere Beschwerden.

Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, z.B. Diabetes mellitus, neigen zu Wundheilungsstörungen. Diese können sich auch am Auge zeigen, wodurch der Heilungsprozess unter Umständen verzögert wird.

Augentropfen werden auch immer dann eingesetzt, wenn das Auge trocken ist oder wenn es nach der Behandlung mit Trockenheit reagiert. Fehlende Feuchtigkeit führt häufig zu einem Fremdkörpergefühl (z.B. Gefühl eines Sandkorns im Auge).

In seltenen Fällen treten verschiedene Lichterscheinungen (Haloeffekte, Lichtpunkte) auf, besonders in dunklen Räumen oder nachts bei geweiteter Pupille. Diese Effekte geben sich selbständig und bedürfen keiner Therapie. Bei unsachgemäßer Verwendung des Mikrokeratoms oder des Lasers können Trübungen auf der Linse entstehen. Diese werden mit geeigneten Augentropfen behandelt.

Unter dem zurückgeklappten Hornhautdeckel können sich kleine Falten bilden, die die Sehfähigkeit kurz nach der OP beeinflussen, und den Eindruck erwecken, das Sehvermögen wäre schlechter als vor der Behandlung. Meist glätten sich die Fältchen von allein, wodurch sich auch die Sehbeeinträchtigung gibt.

Das Ergebnis kann durch zusätzliche Augenerkrankungen gemindert werden. Durchblutungsstörungen z.B. wirken sich negativ auf den Heilungsprozess aus und können unter Umständen dazu führen, dass die Sehkraft nicht vollständig wieder hergestellt werden kann.

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