Brustvergrößerung Ablauf und Methoden

Brustvergrößerung

Generell werden Brustvergrößerungen mit Implantaten in Vollnarkose durchgeführt. Hierbei wird ein stationärer Aufenthalt von einigen Tagen notwendig. Nachdem Sie sich für eine Methode entschieden haben, werden Sie am festgesetzten Termin in den OP gebracht, wo Sie die Narkose erhalten.

Ihre Arme werden ausgelagert, um dem Arzt einen guten Zugang zur Brust zu gewähren. Sie liegen auf dem Rücken, dabei ist der Oberkörper leicht erhöht. Im Anschluss wird das OP-Gebiet großzügig desinfiziert, die umliegenden Körperpartien werden mit sterilen Tüchern abgedeckt.

Eigenfetteinspritzung

Die nur in seltenen Fällen angewandte minimalinvasive Methode der Eigenfetteinspritzung kann bei kleinen Unregelmäßigkeiten der Brust genutzt werden. Die Methode ist unter lokaler Betäubung anwendbar. Hierbei wird aus einer Stelle mit vielen Fettzellen (z.B. Gesäß, Unterbauch) Fett abgesaugt und in einem speziellen Verfahren aufbereitet, um es in die Brust zu injizieren. Diese wird praller und erhält ein ebenmäßigeres Aussehen. Man ist direkt nach dem Eingriff mobil und kann seinen Alltag gewohnt gestalten. Nachteil der Methode ist die Resorption des injizierten Fetts, wodurch der Eingriff in regelmäßigen Abständen wiederholt werden muss.

Einsatz von Implantaten

Meist wird der Einsatz von Implantaten empfohlen. Hierbei berücksichtigt der Arzt das zuvor ausgewählte Modell mit der entsprechenden Größe. Er vergewissert sich vor Ort noch einmal von der Optik, hierzu stehen ihm Probeimplantate zur Verfügung. Dabei kann es sein, dass er sich für ein anderes Modell oder auch eine andere Größe entscheidet, um ein ästhetisches Bild zu schaffen.

Bei der Implantation der künstlichen Brust stehen drei verschiedene Zugangswege zur Verfügung, die Ihnen vor dem Eingriff erläutert und mit Ihnen abgestimmt werden. Beim Beratungsgespräch klären Sie auch, ob das Implantat vor oder hinter dem Brustmuskel liegen soll. Implantate vor dem Brustmuskel sind deutlicher sichtbar, besonders, wenn die tatsächliche Brust sehr klein ist. Auch steigt hierbei die Gefahr einer Kapselfibrose. Hinter dem Brustmuskel kommt es kaum zu Verhärtungen. Auch lassen sich gynäkologische Untersuchungen besser durchführen, etwaige Veränderungen des Gewebes sind deutlicher erkennbar. Nachteil der Platzierung hinter dem Muskel ist eine eventuell zusätzlich notwendige Gewebestraffung (bei faltiger, voluminöser Haut).

Um das Implantat aufnehmen zu können, muss der Arzt nach Inzision der Haut eine Tasche im Gewebe bilden, in die er das Silikonkissen einlegt. Dabei erfolgt der Schnitt entweder in der Achselhöhle, in der Unterbrustfalte oder am Mamillenrand. Der Schnitt in der Achselhöhle ist relativ unsichtbar. Der Operateur schafft von hier aus einen Gang zur Brust und bildet dort innen die Tasche durch vorsichtiges Auseinanderdrücken der Gewebestrukturen. Hierbei bleibt die Brustdrüse intakt. Bei einem Schnitt unterhalb der Brust ist das Vorgehen ähnlich, auch hierbei wird die Drüse nicht geschädigt, das Gewebe nur vorsichtig auseinandergezogen. Der Wundverschluss erfolgt generell mit feinen Fäden, der Schnitt ist selten länger als drei Zentimeter. Im Unterschied zur Achselhöhle ist der Schnitt im Unterbrustbereich jedoch deutlicher sichtbar.

Die dritte Zugangsmöglichkeit ist die Eröffnung der Brustwarze. Hierbei ist die Gefahr sehr hoch, die Brustdrüse zu verletzen, wodurch unter Umständen ein späteres Stillen erschwert oder nicht mehr möglich ist. Der Zugang eignet sich besonders für Implantate, die erst nach Platzierung befüllt werden, da die eröffnete Stelle sehr klein ist. Durch den Schnitt genau im unteren Mamillenbogen und durch die tiefere Farbe der Brustwarze ist die Narbe später so gut wie nicht sichtbar.

Bei einem Zugang über die Achsel oder die Unterbrustfalte kann abschließend eine Drainage eingelegt werden. Dies entscheidet der Arzt intraoperativ nach dem Volumen der auftretenden Blutungen. Zuletzt erfolgt der schichtweise Wundverschluss. Im Allgemeinen wird dabei für die Hautnaht ein sich auflösender Faden gewählt, wodurch die Narbe sehr fein bleibt.

Beim Verband wird die Brust in Form gebracht. Hierzu stehen kleine, feste Pflasterstreifen zur Verfügung, die, der neuen Anatomie angepasst, um die Brust geklebt werden. Zusätzlich stabilisiert ein Brustverband den gesamten Bereich.

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