Haartransplantation: Nachsorge und Heilung

Haartransplantation

Bereits am Folgetag des Eingriffs erfolgt die erste Nachuntersuchung. Der behandelnde Arzt überprüft den Sitz der Naht und inspiziert die Kopfhaut auf etwaige Reaktionen. Eine feine Kruste deutet auf die beginnende Wundheilung hin. Unter ärztlicher Kontrolle erfolgt die erste Haarwäsche.

Hierzu wird ein medizinisches Shampoo gewählt, welches milde im pH-Wert ist und den Heilungsprozess durch seine desinfizierende Wirkung unterstützt. Duschen dürfen Sie bereits ab dem ersten Tag, das Haare waschen ist ebenfalls nach der ersten Probe-Wäsche beim Arzt möglich. Dabei sollte der Wasserstrahl nicht direkt die Kopfhaut treffen und weich sein, um Irritationen und Reizungen zu vermeiden. Auf Zusätze wie Gels oder Haarspray sollten Sie in der ersten Woche vollständig verzichten. Nach acht bis zehn Tagen können die Fäden gezogen werden, in dieser Zeit fallen auch die Krusten ab, der Heilungsprozess ist abgeschlossen.

In den kommenden vier bis sechs Wochen sollten alle Manipulationen der Kopfhaut vermieden werden. Hierzu zählen das Tragen einer Kopfbedeckung, Binden von langem Haar zum Zopf, Färben, Schneiden, der Aufenthalt in großer Hitze (vermehrter Schweißfluss) sowie die direkte Sonnenbestrahlung der Kopfhaut.

Im Schnitt bleiben gut 90 Prozent der transplantierten Haarwurzeln erhalten, der Rest stirbt ab. Bis zur vollständigen Regenerierung der verbleibenden Wurzeln können drei bis vier Monate vergehen, danach beginnen die neuen Haare mit ihrem Wachstum.

In einzelnen Fällen kommt es zu einem größeren Verlust von Haarwurzeln in einer Region. Dies führt erneut zu einer kahlen Stelle, die gegebenenfalls durch einen zweiten Eingriff behandelt werden muss.

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