Fettabsaugen: Risiken und Komplikationen

Fettabsaugung

Komplikationen sind bei einer Fettabsaugung sehr selten. Schwellungen und Hämatome sind natürliche Reaktionen auf die Manipulationen im Gewebe. Es kann einige Wochen dauern, bis diese vollständig verschwunden sind. Das Gefühl eines Muskelkaters ist nicht selten.

Eine Verletzung tiefer liegender Strukturen ist bei erfahrenen Chirurgen kaum möglich. Diese passieren z.B. wenn die Kanüle ruckartig ins Gewebe vorgestoßen wird. Die Verletzung führt zu stärkeren Einblutungen ins Gewebe, die sich in Form von starken Hämatomen darstellen.

Auch eine Verletzung von Nervensträngen ist möglich. Ein anfängliches Taubheitsgefühl der behandelten Region ist, wie die Schwellung und Blaufärbung des Gewebes normal. Ist die Nervenfaser aber zerstört, kann die Taubheit bestehen bleiben und zum Teil zu einer eingeschränkten Funktionalität des Körperteils führen.

Durch eine zu geringe Dosierung der verwendeten Substanzen zur Lipolyse können intraoperative Schmerzen auftreten. Die Fettzellen sind nicht vollständig gelöst und sind nur erschwert absaugbar, die Bewegungen im Gewebe werden deutlich gespürt. Hier muss der Operateur abwägen, ob er die Dosis erhöht, oder ob der Wechsel des Narkoseverfahrens sinnvoll erscheint.

Auch eine Überdosierung der Lösung ist möglich. Hierbei zeigen sich vergiftungsähnliche Symptome, eine zu hohe Menge an Adrenalin kann zu Herz- und Kreislaufproblemen führen.

Bei älteren Menschen kann es zu einer Veränderung des Hautbildes kommen. Durch den Verlust von kollagenem Bindegewebe zeigen sich unter Umständen Falten oder Dellen, die Porengröße kann sich verändern. Nach der Ausheilung ist die Bildung kleiner Dellen oder Beulen möglich. Diese lassen sich ambulant nachbehandeln.

Bei der schonenden Ultraschallbehandlung kann es durch eine übermäßige Wärme (z.B. zu langes Verharren auf einer Stelle) zu lokalen Verbrennungen kommen.
Daneben kann das Ergebnis vom erwarteten Resultat abweichen und zu einer enttäuschten Reaktion führen.

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