Gynäkomastie: Vorbereitung und Beratung

Gynäkomastie

Der von Ihnen gewählte Arzt wird eine eingehende Untersuchung des Brustbereichs durchführen. Dabei legt er auch großen Wert auf Vorsorgeuntersuchungen von Fachärzten (unter anderem eines Urologen), um ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu können. Wie bei der Frau ist eine Mammographie möglich. Zusätzlich erfolgen Röntgen- oder CT-Aufnahmen sowie die Sonographie des Bauchraumes. Bei der Laborauswertung finden besonders die hormonellen Parameter Berücksichtigung.

Liegen keine ernsthaften Störungen vor, kann der Arzt Ihnen die möglichen Therapieverfahren erläutern. Dabei geht er auch auf die Risiken und Komplikationen ein und veranschaulicht mögliche Operationsergebnisse durch Photographien bereits durchgeführter und abgeschlossener Behandlungen. Zuletzt zeichnet der Arzt den Bereich auf der Brust ein, den er behandeln und verändern möchte. Hierdurch können Sie bereits ansatzweise erkennen, wie groß die mögliche Narbe ist und welche Erfolge möglich sind.

In der Regel bietet sich die ambulante Durchführung an, die es Ihnen erlaubt, nach dem Eingriff heimzugehen. Hierbei sollten Sie bedenken, dass Sie unter dem Einfluss von Narkotika stehen und auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind. Eine Person Ihres Vertrauens sollte Sie daher am Tag der OP begleiten. In einigen Fällen wird auch die stationäre Überwachung für 24 Stunden angeboten. Dies hat den Vorteil, dass mögliche Komplikationen direkt erkannt und behandelt werden können.

In Anwesenheit eines Anästhesisten werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Betäubungsverfahren erläutert. Dabei stellt die lokale Anästhesie eine besonders schonende Möglichkeit dar. Sie sollten in diesem Gespräch alle Auffälligkeiten und Fragen klären. Es ist von großer Wichtigkeit, Allergien und Unverträglichkeiten zu erwähnen. Ebenso sollten Sie über eine Liste der Präparate verfügen, die Sie unter Umständen regelmäßig einnehmen müssen.

Mit dem behandelnden Arzt zusammen wird geklärt, welche Medikamente unbedenklich sind und welche besser vor der OP abgesetzt werden sollten. Auch ein Verzicht von Alkohol und Nikotin begünstigt das Ergebnis.

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