Hyaluronsäure Nebenwirkungen

Auch körpereigene Stoffe können bei der ergänzenden Anwendung mit unangenehmen Nebenwirkungen aufwarten. Gleichgültig, ob die Hyaluronsäure als Füllmaterial in der Schönheitschirurgie verwendet wird, als Nahrungsergänzungsmittel in den Körper gelangt oder durch Kosmetika auf die Haut aufgetragen wird, können unerwünschte Folgen die Freude über positive Effekte trüben.

Das Risiko, bei der Verwendung von Hyaluronsäure mit Nebenwirkungen der körpereigenen Substanz konfrontiert zu werden, hängt unter anderem von Ihrer gesundheitlichen Verfassung ab. Bestimmte Risikogruppen müssen bei der Verwendung deutlich vorsichtiger sein als gesunde Erwachsene ohne bekannte Empfindlichkeiten und Allergien. Auch die Herkunft der verwendeten Hyaluronsäure hat Einfluss auf das potentielle Auftreten von Nebenwirkungen. Vor allem bei kosmetischen und ästhetischen Verwendungen sollten die spezifischen Kosten-Nutzen-Relationen sorgfältig abgewogen werden.

Beratung gegen Nebenwirkungen

Plastische Chirurgen, die Ihnen Hyaluronsäure als Füllmaterial für die Lippen oder zur Faltenunterspritzung verabreichen, sind verpflichtet, Sie über sämtliche Risiken der jeweiligen Behandlung aufzuklären. Dazu gehört auch der Hinweis, dass nicht nur die Behandlung selbst, sondern auch das als unproblematisch geltende Material zu Komplikationen führen kann.

Nebenwirkungen der Hyaluronsäure sind sehr selten, das heißt sie kommen in weniger als 0,01 Prozent der Anwendungen (=weniger als einmal pro 10.000 Anwendungen) vor. Es kann jedoch bei jeder möglichen Variante der Anwendung zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Hautausschläge, Juckreiz, Fieber und Entzündungsreaktionen sind grundsätzlich immer möglich. Speziell beim Auffüllen von Falten, bei der Lippenvergrößerung und bei der Brustvergrößerung können lokal Schmerzen, Schwellungen und Rötungen auftreten, die teilweise mit der Hyaluronsäure in Verbindung gebracht werden können.

Mehr Nebenwirkungen bei natürlicher Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wurde früher meistens aus Hahnenkämmen gewonnen. Dabei wurde ausgenutzt, dass die Substanz ein sogenanntes Polysaccharid ist, das im Gewebe von Tieren und Menschen in identischer Form vorkommt. Diese aus tierischem Ursprung stammenden Substanzen konnten bei Allergikern und Menschen mit bekannter Empfindlichkeit gegen Hühnereiweiß zur Überreaktion führen. Allgemein sind Allergiker stärker gefährdet, von Nebenwirkungen betroffen zu sein. Dies gilt auch für die nach neuen Verfahren gewonnenen Präparate der feuchtigkeitsbindenden Substanz.

Kontraindikationen für die Anwendung von Hyaluronsäure

Schwangere und stillende Mütter sollten auf die Verwendung von Hyaluronsäure zur Gelenkbehandlung verzichten. Auch das Auftragen von äußerlich verwendbaren Präparaten auf die Brust sollten Sie in der Stillzeit möglichst unterlassen. Diese Empfehlung ist eine Vorsichtsmaßnahme, da Hyaluronsäure in den genannten Situationen bislang nicht hinreichend wissenschaftlich getestet ist. Ihr behandelnder Mediziner kann bei genauer Kenntnis Ihrer Anamnese genaue Empfehlungen geben.

Anzeige