Kinnkorrektur: Vorbereitung und Beratung

Kinnkorrektur

Wenn Sie sich für eine Kinnkorrektur entschieden haben, sollten Sie verschiedene Quellen zur Beratung nutzen. Den für Sie geeigneten Chirurgen finden Sie durch den Meinungsaustausch in Foren, die Konsultation Ihres Hausarztes oder auch Erfahrungen im Bekanntenkreis sowie allgemeinen Empfehlungen.

Das Beratungsgespräch für eine bevorstehende Kinnkorrektur setzt sich aus mehreren Elementen zusammen. Der Arzt befragt Sie nach Ihrem Gesundheitszustand, Lebensgewohnheiten und ihrem familiären Umfeld. Nach einer eingehenden Inspektion der Kinnpartie werden einige medizinische Untersuchungen durchgeführt.

Diese dienen unter anderem zum Ausschluss einer ernsthaften Erkrankung, wodurch die Durchführung einer Kinnkorrektur gefährdet bzw. nicht zum aktuellen Zeitpunkt durchführbar würde. Es erfolgt die Blutabnahme zur differenzierten Labordiagnostik, eine Röntgenaufnahmen des Schädels sowie die Überprüfung des Durchblutungszustandes (z.B. mit Ultraschall). Auch das EKG und der aktuelle Blutdruck liefern wichtige Erkenntnisse über Ihren Gesundheitszustand.

Anschließend demonstriert der Chirurg die gängigen Methoden, zählt Risiken und Nebenwirkungen auf und zeigt Ihnen Vorher-Nachher-Bilder zur Veranschaulichung des Gesagten. Moderne Kliniken bieten die Möglichkeit zur Computersimulation an. Hierbei werden von Ihrem Gesicht Photographien gemacht, die nach Eingabe in den PC in einer Simulation darstellen, welche Ergebnisse möglich sind.

Haben Sie sich auf ein Verfahren verständigt, wird die Narkose geklärt. In der Regel werden Kinnkorrekturen in lokaler Betäubung durchgeführt. Hierzu spritzt der behandelnde Arzt ein Lokalanästhetikum in die Kinnpartie. Bei schweren Deformitäten (z.B. im Bereich der Wiederherstellungschirurgie) ist auch eine Vollnarkose möglich, die mit einem stationären Aufenthalt verbunden ist.

Bei einer Kinnkorrektur müssen Sie mit anfallenden Kosten zwischen 1.200 und 3.000 Euro rechnen. Der Preis variiert durch den unterschiedlichen Aufwand sowie die gewählten OP- und Narkoseverfahren. Zum Abschluss erhalten Sie Unterlagen, die noch einmal alles Besprochene zusammenfassen und einige Verhaltensregeln für die Zeit kurz vor dem Eingriff beinhalten.

Wie bei allen chirurgischen Eingriffen sollten blutverdünnende Medikamente ca. zwei Wochen vor OP-Beginn abgesetzt werden. Bei lebensnotwendigen Präparaten sollten Sie vorher noch einmal Ihren Hausarzt konsultieren und einen Einnahmestopp abklären.

Die Haut sollte zum Zeitpunkt des Eingriffs intakt sein, Wunden oder Verletzungen könnten zu einem Verschieben des Termins führen. Nikotin, Alkohol und Koffein wirken gefäßverändernd und beeinflussen negativ den Heilungsprozess. Ein Verzicht wenige Tage vor OP zeigt sich begünstigend.

Da der Eingriff in den meisten Fällen durch den Mund erfolgt, sind ein intaktes Zahnfleisch und korrekt sitzende Zähne wichtig. Implantate müssen am Tag der OP entfernt werden.

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