Lidstraffung: Ablauf und Methoden

Lidstraffung

Am Tag der OP kommen Sie nüchtern zur Klinik. Die Haut sollte gereinigt und frei von Cremes oder Make-up sein. Vor dem Eingriff begutachtet der Chirurg noch einmal den momentanen Zustand Ihres Gewebes. In einigen Fällen zeichnet er bereits hier noch einmal die Schnittführung ein, einige Ärzte bevorzugen das Einzeichnen nach der lokalen Betäubung und Desinfektion des OP-Gebietes.

Im OP liegen sich flach auf dem OP-Tisch. Der Chirurg bereitet das Lokalanästhetikum vor und injiziert dies nach der großzügigen Desinfektion der Augenpartie mit einer feinen Nadel in den Bereich des Ober- und des Unterlides. Die Dauer der OP liegt zwischen 30 Minuten und einer Stunde, abhängig vom zu entfernenden Gewebe.

Nach einer kurzen Phase hat sich das Betäubungsmittel vollständig verteilt, der Chirurg beginnt mit dem Eingriff. Durch das Lokalanästhetikum sind Sie bei vollem Bewusstsein. Sie verspüren keinen Schmerz, wohl aber, dass etwas in ihrem Gesicht passiert (durch den ausgeübten Druck).

Der Chirurg schneidet das eingezeichnete Gewebe unter Mitnahme lokaler, zu stark hervortretender Fettdepots aus. Der bogenförmige Schnitt am Oberlid ähnelt der Umrandung eines Mondes. Diesen setzt der Arzt, um die anschließende Naht in der Oberlidfalte verschwinden zu lassen und so die Narbe fast unsichtbar zu machen.

Im Bereich des Unterlides erfolgt ein ähnliches Verfahren. Auch hier werden lokale Fettdepots entfernt, das Gewebe gestrafft. Der obere Schnitt liegt direkt unterhalb des Lidrandes, der untere erfolgt wieder bogenförmig. Das Gewebe wird von unten zum Auge hin gezogen. Hierdurch liegt die Naht im Bereich der Unterlidfalte und wird später ebenfalls gut verdeckt.

Da das Auge durch seine Bewegungen eine große Belastung für das gestraffte Gewebe darstellt, wird, im Unterschied zu vielen anderen plastischen Eingriffen, ein Hautfaden gewählt, der später gezogen werden muss.

Abschließend können während der Hautnaht sehr feine Silikondrainagen (Stärke bzw. Durchmesser eines Gummibandes) eingelegt werden. Durch Pflasterstreifen wird Kompression auf den Wundbereich ausgeübt. Zusätzlich dienen die Pflaster auch der Formgebung. Der Kopfverband besteht aus einer um die Augen gelegten Wickel (mit einem dicken Kompressenpolster auf beiden Augen) sowie einem Stülperverband, der die Wickel an ihrer Position hält.

Sie werden aus dem Operationssaal geführt und verbleiben zur Beobachtung noch für ein bis zwei Stunden in einem Aufwachraum. Sie erhalten eine Eisbrille für zuhause sowie schmerzreduzierende Medikamente für die kommenden 24 Stunden.

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