Lidstraffung: Risiken und Komplikationen

Lidstraffung

Komplikationen sind bei einer Blepharoplastik eher selten. Durch die Manipulation des Gewebes entstehen Hämatome (Blutergüsse) und Schwellungen, die in der Regel nach wenigen Tagen bereits nachlassen. Schmerzen können medikamentös behandelt werden.

Wundheilungsstörungen treten unter anderem bei Hormonstörungen (z.B. Diabetes mellitus) oder einer unzureichenden Pflege der Wunde auf. Hierbei entstehen Rötungen, Verdickungen des Narbenbereichs, Überwärmungen oder es bildet sich Eiter.

In einigen Fällen kommt es zu einer Unverträglichkeit des verwendeten Nahtmaterials. Dies zeigt sich durch schlecht heilende Wunden (Nahtdeheszenzen) mit offen stehenden Bereichen. Hierbei muss der Faden entfernt, das geschädigte Gewebe beseitigt und der Wundverschluss erneut mit einem anderen Material durchgeführt werden.

Sehr selten kann das Auge nach dem Eingriff mit einer zunehmenden Trockenheit reagieren. Es kommt dabei z.B. zu einem Fremdkörpergefühl („Sand im Auge“). Spezielle Augentropfen dienen der ausreichenden Befeuchtung.

Durch Unerfahrenheit oder Übermut des Operateurs können wichtige Strukturen des Augenbereichs verletzt werden. Hierzu zählt z.B. die Muskulatur mit ihrer Gefäß- und Nervenversorgung. Läsionen in diesem Bereich zeigen sich unter anderem durch einen nicht durchführbaren Lidschluss. Die Exzision von zu viel Gewebe kann ein ähnliches Beschwerdebild hervorrufen, der starke Zug führt zusätzlich zu einem tiefer liegenden Augapfel.

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