Lidstraffung: Vorbereitung und Beratung

Lidstraffung

Da der Körper sich bis zur Volljährigkeit und zum Teil auch darüber hinaus noch verändert, ist eine Lidkorrektur meist erst ab dem 18. Lebensjahr als sinnvoll bzw. effektiv anzusehen.

Sollten Sie sich für den Eingriff entschieden haben, wird der plastische bzw. ästhetische Chirurg ihrer Wahl ein eingehendes Beratungsgespräch mit Ihnen durchführen.

Er klärt hierbei ab, ob die Liderschlaffung familiär gehäuft aufgetreten ist oder ob Sie an bestimmten Erkrankungen leiden, die zu diesem Erscheinungsbild führen können. Auch Diäten und Lebensgewohnheiten (Genuss von Nikotin oder Alkohol, Ernährung, Sport) oder Allergien sind für den Arzt von Interesse.

Im Anschluss erläutert der Chirurg die möglichen Verfahren. Dabei geht er auch auf nicht-invasive Methoden (z.B. Laserbehandlung) ein, die unter Umständen bei einer schwachen Ausprägung der Gewebeerschlaffung einen Vorteil gegenüber einem chirurgischen Eingriff bieten.

Bei einer Blepharoplastik wird mit einem feinen Skalpell die überschüssige Haut entfernt. Hierdurch entstehen feine, meist kaum sichtbare Narben. Der Eingriff ist in der Regel von lang anhaltendem Erfolg, die veränderte Optik präsentiert sich über viele Jahre.

Es folgt die genaue Analyse und Behandlung Ihres Problems. Dabei wird zuerst der Hautzustand begutachtet. Überschüssiges Gewebe hebt der Arzt mit den Fingern an oder zieht es straff, um ermitteln zu können, wie ausgedehnt der Eingriff wird. Die zu entfernende Haut wird mit einem Stift markiert und mit einem Photo dokumentiert.

Durch Vorher-Nachher-Bilder oder Simulationen am Computer demonstriert der Arzt Ihnen die möglichen Effekte und Wirkungen einer Blepharoplastik. Er weist dabei auch auf Risiken und Komplikationen hin und klärt aufkommende Fragen.

Der Eingriff wird ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Da Ihr Augenlicht anschließend durch den Verband beeinträchtigt ist, sollten Sie zum OP-Termin einen Menschen Ihres Vertrauens mitbringen, um die sichere Heimkehr gewährleisten zu können.

Je nach Aufwand liegen die anfallenden Kosten zwischen 1.200 und 3.200 Euro. In einigen Fällen kann eine mögliche Sehbehinderung durch erschlaffte Lider bei der Krankenkasse geltend gemacht werden, die sich dann an den Kosten beteiligt oder diese vollständig übernimmt.

Sind alle Ihre Fragen und Wünsche geklärt, vereinbaren Sie einen OP-Termin. Der Arzt entlässt Sie mit einigen Verhaltensvorschriften, die für eine optimale Durchführung der OP zwingend notwendig sind. Hierzu zählen das Absetzen blutverdünnender Medikamente (sofern möglich) ca. zwei Wochen vor dem Termin, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, eine Reduktion von Schmerzmitteln und eine ausreichende Hautpflege (zur Vermeidung von Läsionen).

Eine mögliche Diät sollte abgeschlossen sein, da eine weitere Gewichtsabnahme nach dem Eingriff das erwünschte Ergebnis unter Umständen negativ beeinflussen kann.

Anzeige