Magenballon

Mehr als jeder zweite Einwohner Deutschlands ist übergewichtig. Dabei ist Übergewicht nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern vor allem ein gesundheitlicher Risikofaktor. Hohes Gewicht steigert das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Störungen des Fettstoffwechsels. Auch potentiell tödliche Akuterkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar bestimmte Krebsvarianten treten bei stark übergewichtigen Menschen häufiger auf. Darüber hinaus leiden viele Übergewichtige unter negativen Reaktionen der Umwelt, was zu Depressionen und sozialen Schwierigkeiten führen kann.
Der Magenballon ist ein ergänzendes Hilfsmittel, wenn Sie mit einem individuellen Fitness- und Ernährungsplan überzählige Pfunde loswerden wollen. Das Ziel einer Gewichtsreduktion, die ein allgemein gesünderes Leben, verbesserte Cholesterinwerte und eine Entlastung der Gelenke zur Folge hat, ist das Erreichen des persönlichen Idealgewichts. Das Platzieren eines Magenballons gilt als schonende Methode der Magenverkleinerung, bei der kein invasiver Eingriff notwendig wird. Er eignet sich besonders bei moderatem Übergewicht einem BMI ab etwa 27.
Kliniken und Anbieter
Ihr erster Anlaufpunkt für die Suche nach dem richtigen Facharzt oder einer Klinik, in der Sie sich einen Magenballon einsetzen lassen, ist Ihr Hausarzt. Er kann Ihnen mögliche Alternativen erklären und wird Sie für die weitere Konsultation zu einem spezialisierten Facharzt überweisen. Fachärzte für Gastroenterologie und Ernährungsmediziner sind ebenfalls gute Adressen für eine Beratung über gewichtsreduzierende Therapien.
Ablauf und Methoden
Das Einsetzen des Magenballons ist nur ein Teil der Behandlung Ihres Übergewichts. Entsprechend nimmt für diesen Eingriff im Dämmerschlaf die Beratung einen besonders breiten Raum ein. Nach der gründlichen Anamnese besprechen Sie mögliche Alternativen und Erfolgsaussichten mit Ihrem Arzt. Auch nach dem Einsetzen des Ballons sollten Sie sich von einem Arzt ernährungsmedizinisch begleiten lassen.
Risiken und Komplikationen
Der nicht-operative Eingriff, bei dem der Magenballon platziert wird, ist mit geringen Risiken behaftet. Da sich jedoch Patientinnen und Patienten, denen der Eingriff angeraten werden kann, oft gewichtsbedingt nicht bei optimaler Gesundheit befinden, ist die Voruntersuchung zentral. In den ersten Tagen nach dem Einsetzen des Magenballons kommt es regelmäßig zu Irritationen.
Nachsorge
Der Magenballon ist nur ein Teil einer Gesamttherapie zur Gewichtsreduktion. Die vorübergehende Volumenverkleinerung des Magens durch den Ballon führt zu einem beschleunigten Sättigungsgefühl und erleichtert das Einhalten individueller Diätpläne. Das Erlernen eines veränderten Essverhaltens gehört insofern zur Nachsorge.
Kosten, Kostenübernahme und Preise
Der Magenballon kann inklusive des Einsetzens und der Entfernung nach sechs Monaten bis zu 3500 Euro kosten. Nur in seltenen Ausnahmefällen werden diese Kosten von den Krankenkassen übernommen. Ihr Arzt kann Sie beraten, welche konkreten Möglichkeiten der Finanzierung Ihnen offenstehen.
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