Magenballon: Risiken & Komplikationen

Magenballon

Risikofaktoren für den Magenballon

Übergewicht ist allein ein großer Risikofaktor, der den Eingriff erschweren kann. Für das Einsetzen des Magenballons besonders relevant ist die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems, das die Dämmerschlafnarkose riskanter macht. Außerdem können gewichtsbedingte systemische Erkrankungen des Stoffwechsels den Eingriff schwierig machen.

Es gibt einige Faktoren, die das Einsetzen des Magenballons ausschließen können. In manchen Fällen kann zu einem späteren Zeitpunkt erneut versucht werden, den Magenballon zu platzieren. Mögliche Hinderungsgründe:

  • Akute Magengeschwüre
  • Akute Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • BMI unter 27 oder über 44
  • Essstörungen wie Bulimie (Ess-Brech-Sucht) oder Binge-Eating-Disorder (krankhaftes Schlingen) in der Patientenvorgeschichte
  • Anatomische oder operationsbedingte Fehlbildungen am Magen oder der Speiseröhre
  • Schwangerschaft
  • Einnahme blutverdünnender und gerinnungshemmender Medikamente

Darüber hinaus können bestimmte Krankheiten die Erfolgsaussichten des Magenballons so stark reduzieren, dass ein Einsetzen kaum sinnvoll ist. Dazu gehören erblich bedingte oder erworbene Stoffwechselstörungen wie die Schilddrüsenunterfunktion oder das Cushing-Syndrom, bei dem die Kortisolkonzentration des Körpers dauerhaft überhöht ist.

Die ersten Tage mit Magenballon

Dass beim Einführen des Magenballons durch die Speiseröhre Verletzungen durch Instrumente entstehen, ist extrem selten. In der ersten Zeit nach dem Einsetzen des Magenballons kommt es allerdings bei den meisten Patienten zu Halskratzen, leichter Übelkeit und einem Druckgefühl im Oberbauch. Diese Komplikationen verschwinden nach wenigen Tagen. Wenn es zu verstärktem Sodbrennen kommt, können Sie durch das Anpassen der Nahrungsmengen meistens für Linderung sorgen.

Längerfristige Risiken

Die Oberflächenbeschaffenheit und das beständige Material des Magenballons können normalerweise über mehrere Monate der sauren Umgebung und den mechanischen Belastungen im Magen widerstehen. Sollte es dennoch zu Schwachstellen kommen und Flüssigkeit aus dem Ballon austreten, können Sie das an einer Verfärbung des Urins erkennen und müssen schnellstmöglich mit Ihrem Arzt beraten, ob das sofortige Entfernen des Magenballons möglich ist. Gelangt der entleerte Magenballon in den Darm, kann das unter Umständen zu schweren Komplikationen bis zum Darmverschluss führen.

Anzeige