Magenverkleinerung: Nachsorge und Heilung

Wenn Sie zuhause sind, sollten Sie sich unbedingt an die mitgegebenen Verhaltensregeln halten. Sie werden in der ersten Zeit ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend verspüren, welches Übelkeit und Aufstoßen verursachen kann. Der Appetit ist stark reduziert, Sie haben kaum Hunger.

Bei dem Verfahren einer Ballonimplantation dürfen Sie generell in den ersten drei Tagen nur flüssige Nahrung zu sich nehmen. Anschließen können Sie Ihren Speiseplan abwechslungsreicher gestalten, der Magen hat sich langsam beruhigt. Essen Sie langsam, das Sättigungsgefühl ist in der Anfangsphase meist nach wenigen Bissen erreicht.

Der Magenballon kann maximal sechs Monate im Körper verbleiben, danach muss er wieder entfernt werden. Das dazu notwendige Verfahren ähnelt dem Einbringen. Mittels Gastroskop gelangt der Arzt zum Ballon, dort entleert er die Kochsalzlösung in den Magen und zieht anschließend die Ballonhülle heraus. Das Kochsalz ist für den Organismus nicht schädlich und wird langsam resorbiert.

Bei einem Magenband ist die Anfangssituation ähnlich. Speisen sollten immer gut gekaut werden, damit sie die Passage durch den Magen schaffen. Die ersten sechs bis acht Wochen sollte auf Sport oder Heben und Tragen schwerer Gegenstände verzichtet werden.

Dies belastet unter anderem stark die Bauchdecke und kann zum Aufplatzen („Platzbauch“) führen. Alkoholische Getränke wirken reizend, durch Nikotin wird der Heilungsprozess zum Teil verlängert. Das Band kann bis zum gewünschten Gewicht belassen werden, die anschließende Entfernung erfolgt ähnlich der Implantation.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig. Sie dienen vor allem der Überwachung des Implantats und zur Überprüfung der Effektivität. Inzisionen der Haut sind nach einigen Tagen bis Wochen vollständig verschlossen, bei nicht-auflösenden Fäden werden diese nach ca. einer Woche post-OP gezogen. Um eine effektive Gewichtsreduzieren zu erzielen, sollten Sie verschiedene Verhaltensmaßnahmen und Aspekte berücksichtigen

Auch wenn Sie nur noch wenig Nahrung zu sich nehmen können, ist eine übermäßige Zufuhr von Fetten oder Kohlenhydraten weiterhin möglich. Deshalb sollte die Ernährung gesund, energiereich und ausgewogen sein, eine spezielle Ernährungsberatung kann Sie dabei unterstützen. Durch Sport werden Sie mobil und fördern die Formung Ihres schlanker werdenden Körpers. Und auch eine psychologische Betreuung kann helfen, Ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Alle Faktoren zusammen gewährleisten, dass Sie auch nach Entfernung des Implantats Ihr Gewicht halten.

Je nach erzielter Gewichtsreduktion kann im Anschluss eine Straffung bestimmter Körperpartien (z.B. Bauch, Oberarme, Oberschenkel, Gesäß) notwendig sein, da einmal überdehntes Gewebe (sichtbar durch Risse in der Haut) nicht mehr seinen Urzustand erreichen kann.

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