Magenverkleinerung: Risiken und Komplikationen

Je nach gewählter Methode kann es zu Komplikationen und Beschwerden kommen. Ist der Magenballon nicht richtig gefüllt oder ist er porös (so dass der Inhalt entweicht), kann der Ballon durch den Magen in den Darm rutschen. Hier kann er sich festsetzen und zu einem Darmverschluss führen oder er wird ausgeschieden.

Durch das Platzieren kann die Speiseröhre Läsionen aufweisen. Bei Nahrungsaufnahme kommt es zu schmerzenden oder brennenden Gefühlen. Wird der Ballon zu stark gefüllt, sind Verletzungen der Magenwand möglich. Im schlimmsten Fall bilden sich an dieser Stelle durch den ausgeübten Druck Ulzerationen, die einen Durchbruch der Wand verursachen können.

Bei der Implantation eines Magenbandes können innere Strukturen verletzt werden. Hierbei kommt es zu Organstörungen oder stärkeren Blutungen, die unter Umständen einer Abklärung durch einen „second look“ (Zweiteingriff) bedürfen. Im OP-Gebiet können Gefühlsstörungen wie Taubheit oder Parästhesien („Kribbeln“) durch Verletzung von Nervenstrukturen auftreten. Im Verlauf kann das Magenband auch verrutschen und hierdurch unwirksam werden.

Das Einbringen eines Bandes oder eines Ballons kann unter Umständen vom Körper als Angriff von außen angesehen werden. Es droht die Abstoßung mit Wundinfektion oder lebensbedrohlicher Bauchfellentzündung.

Zu große Speisehappen oder harte Nahrung können sich im Vormagen festsetzen und zu einem Verschluss führen. Die nachfolgende Nahrung kann die Enge nicht mehr passieren und verursacht durch Überreizung Übelkeit und Erbrechen.

Eine zu geringe tägliche Nahrungsaufnahme kann daneben Mangelerscheinungen oder eine beginnende Austrocknung des Organismus verursachen.

Infektionen des Wundbereichs entstehen häufig durch eine unzureichende Hygiene und Pflege, können aber auch durch verschiedene Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) verursacht werden.

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