Magenverkleinerung: Vorbereitung und Beratung

Voraussetzung für eine Verkleinerung des Magens ist, dass Sie bereits Diäten und weitere Methoden nachweisbar erfolglos erprobt haben. Daneben kann der Eingriff auch medizinisch begründet werden, wenn z.B. Organerkrankungen oder Läsionen am Skelett drohen.

Der Sie behandelnde Arzt wird zuerst eine körperliche Inspektion durchführen. Er möchte sich davon überzeugen, dass die Magenverkleinerung tatsächlich notwendig ist. Danach werden die Körpergröße, das Gewicht und der Body Mass Index (BMI) ermittelt.

Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Abhängig vom Geschlecht und Körperbau bezeichnet man einen BMI zwischen 18,5 und 25 als Normalgewicht. Bis zu einem BMI von 30 liegt eine Präadipositas vor, darüber liegende Werte kennzeichnen die Adipositas. Mediziner halten einen magenverkleinernden Eingriff ab einem BMI oberhalb von 30 als sinnvoll.

Nach der Ermittlung des BMI erläutert der Arzt die verschiedenen Methoden. Zu den effektivsten und schonendsten zählen dabei die indirekt-invasive Methode der Magenballon-Implantation sowie die invasive Methode des Magenbandes. Es werden Vor- und Nachteile aufgezeigt und mögliche Risiken und Komplikationen besprochen.

Um sich ein genaues Bild von Ihrem Gesundheitszustand machen zu können, sind einige weitere Untersuchungen notwendig. Hierzu zählen das Blutbild, ein EKG, die Darstellung des Magens sowie unter Umständen Röntgenaufnahmen der Gelenkstrukturen (zur Ermittlung bereits vorhandener Läsionen). Ein Röntgen-Thorax wird durchgeführt, um den Zustand der Lunge beurteilen zu können. Die Aufnahme dient auch dem Anästhesisten bei der Findung der geeigneten Narkosemethode. Weisen Sie den Arzt auch auf einzunehmende Medikamente und bestehende Allergien hin. Diese beeinflussen unter Umständen den Verlauf.

Der Sie behandelnde Arzt kann Ihnen anhand von Demobildern zeigen, mit welchen Erfolgen bei gutem Verlauf gerechnet werden kann. Nach der Vereinbarung eines OP-Termins entlässt Sie der Chirurg mit einigen Verhaltensregeln für die Zeit vor dem Eingriff.

So sollten Sie, in Absprache mit Ihrem Hausarzt, alle unnötigen Medikamente vierzehn Tage vor OP absetzen. Auch Schmerzmittel, die eine blutverdünnende Wirkung besitzen, sollten gemieden werden. Einige Tage vor dem Eingriff ist auf den Genuss von Alkohol und Nikotin zu verzichten.