Narbenbehandlung: Vorbereitung und Beratung

Wenn Sie sich für eine Narbenbehandlung entscheiden, sollten Sie sich zuvor eingehend über die verschiedenen Methoden informieren. Diese werden zum Teil ambulant und zum Teil stationär durchgeführt, wobei invasive und nicht invasive Methoden zu unterscheiden sind, die von Hautärzten, plastischen Chirurgen und Chirurgen der Wiederherstellungschirurgie durchgeführt werden. Bedingt durch diese Vielfalt ist eine ausführliche Beratung besonders wichtig.

Der von Ihnen ausgewählte Arzt wird die möglichen Behandlungsmethoden zur Narbenkorrektur genau erläutern. Um eine Durchführung gewährleisten zu können, sollten Sie bei guter körperlicher Konstitution sein und sich die möglichen Risiken und Komplikationen bewusst machen.

Der Arzt wird Sie eingehend untersuchen. Dabei werden auch das Blutbild und Ihre Vitalzeichen ausgewertet. Bei invasiven Behandlungen sollten keine Vorerkrankungen vorliegen, die die Durchblutung beeinflussen, wie z.B. Vaskulitis oder Diabetes mellitus, da dies die Wundheilung unter Umständen gefährdet. Geben Sie daher im Gespräch alle bekannten Erkrankungen und Allergien an und erwähnen Sie auch die einzunehmenden Medikamente.

Je nach Hautzustand und Lebensalter verändert sich das Narbengewebe. Diese Faktoren müssen in den Behandlungsplan mit einbezogen werden. Auch eine psychische Belastung durch die Narbe sollte nicht verschwiegen werden, hierdurch erhält der Mediziner einen umfassenden Eindruck über die möglichen Beweggründe.

Nach der Verständigung auf ein spezielles Verfahren wird die Betäubungsform geklärt. Kleinere Eingriffe und Behandlungen lassen sich zum Teil unter örtlicher Betäubung durchführen. Daneben kommen die Vollnarkose und die Plexusblockade (Betäubungsform, bei der eine ganze Körperregion durch Injektion eines Anästhetikums in ein Nervenbündel temporär gelähmt wird, z.B. ein Arm) in Frage, Methoden, die meist mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden sind.

Sollten Sie ambulant behandelt werden, ist eine Begleitperson von Vorteil, die Sie nach dem Eingriff sicher nach Hause bringt.

Abschließend klären Sie den Behandlungstermin und erhalten einige Verhaltensmaßnahmen an die Hand, die der Optimierung und Durchführbarkeit des Eingriffs dienen.

Nicht lebensnotwendige Medikamente sollten, in Absprache mit Ihrem Hausarzt, einige Tage vor dem Termin abgesetzt werden. Dies gilt auch für Schmerzmedikamente, die die Konsistenz des Blutes verändern. Der Genuss von Alkohol und Nikotin wirkt sich negativ auf die Wundheilung aus und sollte daher vermieden werden. Eine nicht sonnengebräunte Haut weist ein geringeres Infektionsrisiko auf, weshalb auf intensive Sonnenbäder oder den Gang ins Solarium zu verzichten ist.

Planen Sie den gewählten Termin möglichst in Ihrer freien Zeit. Handelt es sich bei dem Eingriff um eine nicht von der Krankenkasse übernommene Schönheitskorrektur, können Sie nicht krank geschrieben werden. Je nach OP-Methode bzw. Behandlungsmethode sowie der zu behandelnden Körperregion sind Sie zum Teil über einen längeren Zeitraum nicht einsatzfähig. Die Durchführung während eines Urlaubs ist in solchen Fällen von Vorteil. Kommen Sie ausgeruht und mental gestärkt zu Ihrem Termin, da Sie Ihre Kraft für die anschließende Heilungsphase benötigen.

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