Nasenkorrektur: Ablauf und Methoden

Nasenkorrektur

Am Tag der OP kommen Sie nüchtern in die Klinik. Hier erhalten Sie ein Zimmer für den anschließenden Aufenthalt von ein bis zwei Tagen. Der Sie behandelnde Arzt schaut vor dem Eingriff noch einmal vorbei, klärt mögliche Fragen oder Zweifel und begutachtet erneut die Nase sowie die Schleimhäute. Auf Wunsch erhalten Sie ein Beruhigungsmittel und werden anschließend zum OP gebracht.

In der Einleitung erhalten Sie die Narkose. In der Regel wird eine Vollnarkose gewählt, bei der Sie von dem Eingriff nichts mitbekommen und erst nach Beendigung wieder aufwachen.
Im OP liegen Sie auf einem OP-Tisch, der Oberkörper ist meist leicht erhöht, die Arme sind angelagert. Der Chirurg desinfiziert das Gesicht vollständig und deckt den umliegenden Bereich mit sterilen Tüchern ab. Zum Teil injiziert er in die Nase ein Mittel, dass Blutungen minimiert. Hierdurch hat der Arzt eine bessere Sicht während des Eingriffs. Je nach gewählter Korrektur und Beschaffenheit der Nase erfolgt die offene oder geschlossene Methode, die Eingriffsdauer liegt zwischen anderthalb und drei Stunden.

Geschlossene Methode

Bei der geschlossenen Methode werden im Inneren der Nase kleine Schnitte gesetzt und von dort die Haut vom Knochen und Knorpel langsam abgetrennt. Hierdurch bleibt die Außenhülle intakt, die Veränderung erfolgt nur von innen.

Offene Methode

Die offene Methode bietet sich immer dann an, wenn man einen Hautüberschuss entfernen möchte, eine aufwändigere Rekonstruktion bestimmter Nasenanteile durchführen muss oder die Nasenscheidewand verändert, um die Belüftung zu verbessern. Hierbei erfolgt der Schnitt am Nasenrand, die Haut wird vorsichtig gelöst und nach oben geklappt, so dass der Chirurg eine offene Sicht auf sein OP-Gebiet erhält.

Nasenhöcker oder Dellen werden meist durch die geschlossene Methode versorgt. Hierbei nutzt der Chirurg einen feinen Meißel, um die Unebenheit abzutragen. Anschließend feilt er den Bereich glatt, modelliert mit den Händen die Haut wieder an und verschließt die kleinen Inzisionen im Inneren.

Vergrößerung

Zur Vergrößerung der Nase kann Knorpel verwendet werden, der an anderer Stelle (z.B. vom Ohr) entnommen wird. Daneben stellt die Industrie auch künstliche Implantate her, die sich ähnlich der körpereigenen Substanz verhalten. Das Implantat wird, nach Formung, der Nase an der passenden Stelle angelagert, die Haut wird angedrückt, der Wundbereich verschlossen. Ein Fehlen von Knochenanteilen führt zu einem aufwendigeren Eingriff, bei dem ebenfalls körpereigenes Material oder Biomaterial verwendet wird. Dieses Verfahren wird auch zur Behandlung von Sattelnasen genutzt.

Verkleinerung

Bei einer Verkleinerung wird, ähnlich der Behandlung von Höckern, mit Meißel und Feile gearbeitet. Die Korrektur der Nasenscheidewand erfolgt durch einen Schnitt an dieser. Knorpel- und Knochenanteile, die die Physiologie und Anatomie der Nase beeinträchtigen, werden entfernt oder umgeformt. Die Schleimhaut bleibt dabei intakt und wird anschließen wieder angelegt und vernäht.

Als abschließende Schritte erfolgen die Inspektion der Nase mit Überprüfung der harmonischen Einpassung ins Gesicht, die eventuell noch notwendige Reduktion der Deckhaut und der Wundverschluss innen bzw. außen.

Die Nase wird austamponiert und mit einem speziellen Verband, meist in Form eines angepassten Nasengipses, geschützt. Die Narkose wird ausgeleitet, Sie werden in den Aufwachraum gebracht, um sich von dem Eingriff zu erholen und vollständig aus der Narkose aufzuwachen. Dabei werden Sie intensiv betreut, um mögliche Komplikationen oder Nachblutungen frühestmöglich zu erkennen.

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