Oberarmstraffung: Ablauf und Methoden

Am Tag der OP kommen Sie morgens nüchtern (hierzu zählt auch Rauchen) in die Klinik. Der Sie behandelnde Arzt klärt vor dem Eingriff noch aufkommende Fragen und begutachtet noch einmal das OP-Gebiet, eventuell zeichnet er die Schnittführung mit einem wasserfesten Stift ein. Auf Wunsch erhalten Sie ein Präparat zur Beruhigung.

Im OP erfolgt die Narkose. Sie liegen auf dem OP-Tisch, beide Arme sind auf speziellen Tischen ausgelagert. Der Chirurg desinfiziert beide Arme unter Mitnahme des Achselbereichs und deckt anschließend steril ab.

Bedürfen die Oberarme einer zusätzlichen Reduktion von Fettzellen, wird zuerst eine Liposuktion durchgeführt, bei der der Arzt ein spezielles Mittel injiziert, welches Fettzellen verflüssigt. Diese werden über eine motorisierte, feine Kanüle unter kräftigen Bewegungen abgesaugt.

Bei der eigentlichen Straffung durch Wegnahme überschüssiger Hautanteile erfolgt ein Schnitt im Bereich der Achselhöhle, der spindel- oder bogenförmig zum Ellenbogen zieht. Mit einem weiteren, gespiegelten Schnitt entfernt er den eingezeichneten Bereich. Die Muskulatur bleibt intakt, die diesen Bereich bedeckende Faszie wird dem entfernten Bereich angeglichen. Der Chirurg zieht das Gewebe von beiden Seiten zur Mitte der Unterseite des Oberarms und fixiert dieses temporär, um sich einen Eindruck von den dadurch entstehenden Proportionen zu machen. Gegebenenfalls reseziert er weiteres Gewebe. Bei einer anderen Schnittführung erfolgt die Inzision T-förmig von der Achsel ausgehend. Hierdurch kann Gewebe, welches im Achselbereich zu Dellen („Dog ears“) führt, ebenfalls entfernt werden.

Nach der Blutstillung schließt sich der schichtweise Wundverschluss an. Dabei strafft der Chirurg vor allem die Faszie, die die Muskulatur in Form hält. Vor dem Vernähen der Haut wird eine Drainage eingelegt, die Wundflüssigkeiten und Blut ableitet. Hierdurch werden Schwellungen und Hämatome etwas gemildert.

Für die Hautnaht wählt der Operateur häufig einen sich auflösenden Faden. Dieser muss nicht entfernt werden und führt zu einem feineren Narbenbild nach der Ausheilung. Der angelegte Verband hat einen straffenden Effekt. Er ist eng gewickelt, hält durch den aufgebauten Druck das Gewebe in Form und vermindert den Fluss von Gewebeflüssigkeiten in Hohlräume.

Die Dauer des Eingriffes ist abhängig vom Aufwand (z.B. zusätzliche Liposuktion) und ob der Operateur allein ist oder mit einem Partner arbeitet (hierdurch können beide Arme gleichzeitig behandelt werden). Die dadurch entstehenden OP-Zeiten liegen zwischen anderthalb und drei Stunden. Nach der intensiven Betreuung im Aufwachraum für einige Stunden werden Sie auf Ihr Zimmer gebracht.

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