Oberarmstraffung: Risiken und Komplikationen

Durch den Eingriff entstehen Schwellungen, Rötungen und Hämatome. Diese geben sich nach einiger Zeit wieder selbständig. In einigen Fällen treten große Nachblutungen auf. Diese lassen sich anhand des Füllungszustandes der Drainageflaschen erkennen und führen zum Teil zu einem Kontrolleingriff, um die Blutungsquelle zu finden und zu unterbinden. Schmerzen werden durch geeignete Präparate gelindert.

Eine Infektion des Wundbereichs macht sich durch starke Rötung, Überwärmung, Schwellung und Schmerz bemerkbar. Zum Teil tritt auch Eiter aus. Zusätzlich können Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl entstehen. Bei Befall mit Bakterien wird ein geeignetes Antibiotikum eingesetzt, Eiter muss entfernt werden.

Der Operateur wählt seinen Schnitt präzise aus. Nicht immer lassen sich hierdurch Läsionen an Nerven oder Gefäßen verhindern (anatomische Varietäten). So kann es nach dem Eingriff zu Taubheitsgefühlen oder Parästhesien kommen, die sich meist im Verlauf der Heilung wieder geben.

Durch die Schwellung und Manipulation am Gewebe kommt es auch zu starken Spannungsgefühlen. Ein zunehmender Druck kann daneben auch Gewebe schädigen, dieses reagiert unter Umständen mit einer Nekrose, die entfernt werden muss.

Nahtdeheszenzen sind bei auflösenden Hautfäden sehr selten. Eine Unverträglichkeit des verwendeten Nahtmaterials kann zu offenen Stellen bei der Wundheilung führen. Diese entstehen daneben auch durch eine zu frühe Belastung, das Gewebe reißt ein und muss operativ korrigiert werden.

In einigen Fällen ist die Gewebsstruktur so schwach, dass die Narbe sich im Verlauf (über Monate oder Jahre) verändert (z.B. verbreitert). Das Keloid beschreibt eine Wucherung der Narbe, wodurch diese stark erhaben und sichtbar wird. In beiden Fällen bietet sich eine Narbenkorrektur an, bei der die Narbe vollständig ausgeschnitten wird, die Wundränder neu adaptiert werden.

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