Oberschenkelstraffung: Risiken und Komplikationen

Oberschenkelstraffung

Neben den üblichen Anzeichen eines chirurgischen Eingriffs wie Schwellungen und Blutergüsse können verschiedene Faktoren und Störungen die Wundheilung beeinflussen. Das injizierte Lokalanästhetikum bei reinen Liposuktionen kann zu allergischen Reaktionen (z.B. Rötungen, Schwellungen, Quaddeln) führen. Unverträglichkeitsreaktionen auf das Narkosemittel zeigen sich in Form von Übelkeit und Erbrechen.

Die Wundheilung kann bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) verzögert oder gestört sein. Infektionen sind meist durch Bakterien verursacht und führen neben einer starken Rötung, Schwellung und Überwärmung auch zu verstärkten Schmerzen oder einer schlecht heilenden Wunde.

Durch unsachgemäße Nutzung der Kanüle bei der Fettabsaugung können tiefer liegende Strukturen zerstört oder beschädigt werden. Dies ist auch bei der offenen Gewebestraffung möglich. Eine Nervenbeteiligung führt zu Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen oder kribbelnden Empfindungen, die sich in den meisten Fällen im Verlauf der Heilung eigenständig geben. Verletzungen von Gefäßen stellen sich als starke Einblutungen (Hämatome) dar. Durch Kontrolle der Drainageflasche lässt sich abschätzen, ob eine Revision notwendig ist, um die Blutungsquelle zu unterbinden.

Schlechte Gefäßverhältnisse können die Bildung von Thromben oder Gefäßverschlüssen begünstigen. Hierbei wird medikamentös behandelt, unter Umständen muss ein Thrombus invasiv entfernt werden.

Daneben muss man sich bewusst machen, dass der Arzt nach seinem ästhetischen Empfinden arbeitet. Dies kann unter Umständen zu einem anderen Ergebnis führen, als Sie es sich vorgestellt haben. Zwar liegt hierbei keine Komplikation vor, das Endresultat kann aber Einfluss auf Ihre Psyche nehmen.

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