Ohrenkorrektur

Ohrenkorrektur

Die Ohren sind ein wesentliches ästhetisches Merkmal des menschlichen Gesichts. Viele Menschen sind jedoch mit der Form der eigenen Ohren unzufrieden und wünschen sich Ohren, die harmonischer zu den eigenen Gesichtszügen passen. Beeinträchtigungen ergeben sich unter anderem durch zu große, schiefe oder Segelohren. Dies führt bei bei vielen Menschen zu einer Einschränkung des Selbstwertgefühls und einem verminderten Wohlbefinden.

Durch genetische Veranlagung oder eine Störung im Wachstumsprozess können bestimmte Anteile des Ohres fehlerhaft oder überproportional ausgebildet werden. Dies zeigt sich in der Regel bereits von Geburt an. So kommt es zu sehr kleinen, sehr großen oder asymmetrischen Ohrmuscheln. Auch kann eine Ohrmuschel vollständig fehlen und nur den Gehörgang aufweisen.

Die am häufigsten in Erscheinung tretenden Auffälligkeit sind abstehende Ohren, welche umgangssprachlich auch Segelohren genannt werden. Diese entstehen unter anderem durch einen zu stark ausgeprägten Knorpelanteil am Übergang der Ohrenfalte zum Schädel oder am Übergang zum Gehörgang. Neben dem Knorpel können auch übermäßiges Fett- und Bindegewebe zu einem Abstehen führen.

Der Hörprozess ist in den meisten Fällen nicht beeinträchtigt. Das Umfeld von Personen mit abstehenden Ohren reagiert jedoch vielfach mit unschönen Äußerungen oder Hänseleien, die sich stark auf die Psyche auswirken können. Besonders betroffen hiervon sind Kinder im Vorschul- und Schulalter, die durch Hänseleien einen enormen Leidensdruck erfahren.

Abstehende und überdimensional ausgeprägte Ohren lassen sich kaum durch Haare verbergen, sie fallen im Alltag besonders auf. Erwachsene Menschen reagieren zum Teil mit Rückzug aus der Gesellschaft, da sie ihr Gesicht durch die Ohren als verunstaltet oder mit einem Makel behaftet ansehen. Und auch bei Kindern zeigt sich ein gestörtes Verhalten ihrer Umwelt gegenüber.

Eine Otoplastik (Otopexie) dient der Beseitigung dieser Fehlbildungen. Es handelt sich dabei um ein gängiges Verfahren der plastisch-ästhetischen Chirurgie, bei der durch eine kleine Operation überschüssiges Gewebe entfernt wird, um die Ohren flach dem seitlichen Schädel anlegen zu können oder um die Größe zu reduzieren.

Die Otoplastik ist ambulant und unter lokaler Betäubung durchführbar. Das Ohr gilt bereits in jungen Jahren als vollständig ausgeprägt. Zusammen mit der sehr geringen Wahrscheinlichkeit von Risiken oder Komplikationen ist dieser Eingriff daher bereits bei Kindern ab einem Alter von vier Jahren möglich. So können spätere Hänseleien vielfach umgangen werden. Je nach Aufwand des chirurgischen Eingriffs liegt die OP-Zeit bei 60 bis 120 Minuten. Dabei muss man mit Kosten zwischen 2.000 und 3.800 Euro rechnen.

Ablauf einer Ohrenkorrektur

Während des Eingriffs werden Knorpelteile des eigenen Ohres modifiziert und je nach Ausgangssituation entnommen oder vernäht. Der Hautschnitt für die Ohrenkorrektur erfolgt in der Regel hinter dem Ohr, in der so genannten Anthelixfalte. Der Eingriff kann in den meisten Fällen unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Nach dem Eingriff müssen Patienten für ca. eine Woche einen Kopfverband tragen.

Finanzierung

Ohrenkorrekturen werden in der Regel nicht von den Krankenkassen erstattet, so lange keine akuten gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen. Durch den Nachweis einer seelischen Beeinträchtigung bei Kindern ist jedoch unter Umständen eine Übernahme durch die Krankenkasse möglich.

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