Ohrenkorrektur: Ablauf und Methoden

Ohrenkorrektur

Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Da Ihr Hörvermögen anschließend durch den Verband für einige Zeit beeinträchtigt sein wird, sollten Sie in Begleitung zum OP-Termin erscheinen, damit Ihr Heimweg gesichert ist.

Am Morgen der OP kommen Sie in die Klinik, wo der Sie behandelnde Arzt noch einmal den aktuellen Zustand der Ohren überprüft und weitere Fragen oder Zweifel klärt. Im Behandlungsraum sitzen Sie entweder mit halbhohem Oberkörper oder Sie liegen auf einem OP-Tisch. Der Chirurg wird zuerst das OP-Gebiet betäuben, anschließend desinfizieren und abdecken. Nach einer kurzen Wartezeit hat sich das Lokalanästhetikum vollständig ausgebreitet. Dies überprüft der Arzt durch Druck auf das Ohr mit einem spitzen Gegenstand. Dabei spüren Sie den Druck, jedoch keinen Schmerz, ein Indiz, dass die Betäubung wirkt. Das sich anschließende Verfahren richtet sich nach dem gewünschten Ergebnis.

Verkleinerung

Bei einer Verkleinerung von Ohrläppchen (Lobus auricularis) wird das überschüssige Fettgewebe entfernt. Der Schnitt erfolgt fast unsichtbar am Unterrand und kann sich bis zur Ansatzfalte am Gesicht hin ziehen. Nach der Gewebeentfernung wird der Hautmantel den neuen Gegebenheiten angepasst und mit einem sich auflösenden Faden vernäht. Der Eingriff ist eher selten. Die Narbe ist im späteren Verlauf kaum sichtbar.

Abstehende Ohren

Zur Korrektur abstehender Ohren stehen dem Chirurgen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Dabei kann er entweder die Ohrmuschel selbst verändern oder aber hinter dem Ohr Knorpel entfernen.
Im Bereich der Ohrmuschel wird entweder die Helix (äußerer Bogen des Ohres) oder die Anthelix (innerer Bogen des Ohres) verkleinert. Dazu erfolgen der Schnitt mit einem feinen Skalpell und die Abtragung des zu groß ausgeprägten Knorpels. Durch eine spezielle Nahttechnik werden die neu gebildeten Komponenten dichter aneinander gezogen, wodurch sie sich besser der Kopfform anpassen.

Der Übergang hinter dem Ohr zum Schädel ist ebenfalls aus Knorpel gebildet. Durch einen kombinierten Eingriff lassen sich die Anthelix und der hintere Übergang verändern, der Knorpel wird durch Abtragung verkleinert. Auch hierbei ist die Narbe relativ gut verdeckt, da die Schnitte in den natürlichen Falten des Ohres bzw. hinter dem Ohr liegen.

Bei einer anderen Methode erfolgt das Anlegen durch spezielle Nähte, die sowohl in die Haut hinter dem Ohr als auch in das Ohr selbst eingezogen werden. Die Fäden sind extrem stabil und können durch Zug das Ohr dichter zum seitlichen Schädel bringen. Der Erfolg dieser Methode ist nicht immer gegeben. Durch einen zu stark ausgeprägten Knorpel z.B. entsteht ein Gegenzug, der unter Umständen das Ohr im Verlauf der Behandlung wieder nach vorne drückt.

Nach der Blutstillung und der Hautnaht werden die Ohren mit Kompressen und Watte gut gepolstert. Der abschließende Kopfverband übt zusätzlichen Druck auf beide Ohren aus und unterstützt den Heilungsprozess. Nach einer kurzen Überwachungsphase dürfen Sie die Klinik verlassen.

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