Schamlippenverkleinerung

Schamlippenverkleinerung
Erblich bedingt oder im Zuge einer Schwangerschaft können sich sowohl die inneren als auch äußeren Schamlippen der Frau stark ausbilden. Viele Frauen empfinden dies als unattraktiv und es kann zu Scham und einer erheblichen psychischen Belastung kommen.

Durch Alterungsprozesse, Bindegewebsabbau oder –veränderungen, Geburten, Gewichtsveränderungen sowie hormonelle Einflüsse können sich die äußeren und auch die inneren Schamlippen verändern. Dabei zeigt sich besonders häufig eine Größenzunahme der inneren Schamlippen, die neben der ästhetischen Komponente vor allem Schmerzen verursachen oder Infektionen begünstigen kann. Schätzungen zufolge weist nahezu die Hälfte aller Frauen Veränderungen im Bereich der Genitalregion auf, die sie mehr oder weniger behindern.

Die überproportionalen inneren Schamlippen ragen meist weit über die äußeren hinaus. Sportliche Aktivitäten, z.B. Radfahren, werden hierdurch eventuell stark behindert. Das Tragen eng anliegender Kleidung oder dünner Unterwäsche führt durch Druck auf die Schamlippen zu Schmerzen. Unter Umständen zeichnen sich diese auch ab. Druck und Reibung fördern Entzündungen und Keimbesiedelungen. Die Schamlippen schwellen zusätzlich an, sind gerötet oder weisen Läsionen auf, die nässen oder eitern können.

Eine Vergrößerung der äußeren Schamlippen ist ebenfalls möglich, tritt aber wesentlich seltener in Erscheinung. Große Schamlippen müssen nicht unbedingt ein Problem darstellen. Sie können aber durch die aufgeführten Mechanismen die betroffene Frau physisch und psychisch stark beeinträchtigen. Es folgen Rückzug aus der Gesellschaft (z.B. kein gemeinsames Baden) und seelische Leiden. Der betroffenen Frau ist das Aussehen zum Teil peinlich, sie versucht den empfundenen Makel zu verbergen. Das kann sich auch negativ auf eine Beziehung auswirken (sexuelle Dysfunktion, Unfähigkeit zur Ausübung des Sexualaktes). Besonders dann, wenn der Partner die Empfindungen der Frau nicht nachvollziehen kann und das Unvermögen körperlicher Nähe z.B. als überzogene Reaktion sieht.

Eine Schamlippenverkleinerung als Alternative

Die Intimchirurgie bietet in solchen Fällen die Möglichkeit zur Verkleinerung der Schamlippen (Labioplastik). Durch verschiedene invasive Methoden wird das überschüssige Gewebe entfernt, um die Schamlippen den übrigen Proportionen anzupassen. Neben einer Beseitigung körperlicher Beschwerden dient die Verkleinerung auch der Stärkung des Selbstwertgefühls. Einer bedrohten Partnerschaft kann so unter Umständen geholfen werden.

Ablauf einer Schamlippenverkleinerung

Vor dem Eingriff werden die Proportionen der Schamlippen ausgemessen und das genaue Vorgehen zwischen Arzt und Patientin abgestimmt. Bei dem anschließenden Eingriff wird die überflüssige Haut der vergrößerten Schamlippen entfernt und auf die gewünschte Größe korrigiert. Hierzu kommt in der Regel ein Laser zum Einsatz. Die Wunde wird mit feinen, sich selbst auflösenden Nähten vernäht.

Eine Schamlippenverkleinerung ist ein vergleichsweise kurzer und unkomplizierter Eingriff, der unter örtlicher Betäubung bei einer Behandlungsdauer von etwa 30 Minuten durchgeführt werden kann. Nach dem Eingriff müssen Patientinnen im Zuge der Wundheilung für etwa 4 Wochen mit Sport sowie dem Geschlechtsverkehr pausieren.

Finanzierung einer Schamlippenverkleinerung

Da es sich bei einer Schamlippenverkleinerung in der Regel um eine rein kosmetische Behandlung aus ästhetischen Gesichtspunkten handelt, übernehmen die deutschen Krankenkassen diesen Eingriff nicht. Die Finanzierung einer Schamlippenverkleinerung obliegt damit der Patientin. Viele Praxen und Beauty-Kliniken bieten ihren Patientinnen heute jedoch die Möglichkeit einer Ratenfinanzierung zu günstigen Konditionen an, um den Gesamtpreis nicht auf einen Schlag leisten zu müssen.

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