Schamlippenverkleinerung: Vorbereitung und Beratung

Wenn Sie sich für eine Verkleinerung der Schamlippen entschieden haben, sollten Sie sich eingehend in den verschiedenen Medien informieren. Durch Austausch in Foren oder den Rat Ihres Hausarztes können Sie den für Sie geeigneten Spezialisten ausfindig machen. In der Regel wird der Eingriff von plastischen oder ästhetischen Chirurgen durchgeführt.

Der von Ihnen ausgewählte Chirurg wird sich Ihrem Problem in einem eingehenden Beratungsgespräch widmen. Nach der Anamnese, bei der er das familiäre Umfeld klärt, auf Erkrankungen und Allergien eingeht sowie die Partnerschaft mit einbezieht, erfolgt die körperliche Untersuchung. Mediziner mit langjähriger Erfahrung zeichnen sich hier durch ihr Einfühlungsvermögen für dieses hochsensible Thema aus. Bei der Inspektion überprüft der Arzt die Gewebeverhältnisse und klärt, welche Möglichkeiten zur Reduktion in Frage kommen.

Durch eine Laborauswertung lassen sich z.B. Entzündungen oder Gewebewucherungen größtenteils erkennen. Der Hämoglobingehalt des Blutes ist wichtig für die Durchführbarkeit der OP, dieser sollte bei Frauen zwischen 7,45 mmol/l und 9,30 mmol/l liegen. Bei Verdacht einer Entartung kann auch eine Gewebeprobe entnommen werden.

Sind die verschiedenen Untersuchungen unauffällig, klärt Sie der Chirurg anschließend über die verschiedenen Methoden auf. Dabei demonstriert er auch anhand von Photographien den Vorher-Nachher-Effekt. Er klärt Sie über mögliche Risiken und Nebenwirkungen auf und zeigt Ihnen das für Sie erreichbare operative Ergebnis auf.

In Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten klären Sie die mögliche Betäubungsart. Vielfach kann ein Lokalanästhetikum eingesetzt werden. Daneben ist aber auch die Vollnarkose möglich, z.B. bei sehr ängstlichen Patientinnen oder aber bei größeren Eingriffen. In beiden Fällen muss auf mögliche Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen hingewiesen werden.

Um Ihnen nach der Operation die Veränderung demonstrieren zu können, fertigt der Chirurg noch ein Photo von der Problemzone an. Abschließend vereinbaren Sie einen OP-Termin. In der Regel lassen sich Korrekturen der Schamlippen ambulant durchführen. Bei der Wahl zur Vollnarkose oder aber größeren Operationen, die der Veränderung weiterer Körperregionen dienen, ist mit einem stationären Aufenthalt von ein bis zwei Tagen zu rechnen.

Um den OP-Termin nicht zu gefährden und das Risiko von Komplikationen zu minimieren, sollten Sie in den letzten Wochen vor dem Eingriff einige Verhaltensregeln beherzigen. Dabei spielt auch die gesunde Intimflora eine wesentliche Rolle. Verletzungen oder Entzündungen können zu einem Verschieben der OP führen. Auch sollte der gewählte Termin nicht in den der Regelblutung fallen, ein Verschieben der Blutung durch geeignete Präparate ist unter Umständen sinnvoll (Reduzierung möglicher Infektionen).

Auf Schmerzmittel oder Präparate zur Verdünnung des Blutes sollte, nach Rücksprache mit dem Hausarzt, verzichtet werden. Intimschmuck muss vor der OP entfernt werden, der Intimbereich muss vollständig enthaart sein.

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