Schweißdrüsenentfernung: Risiken und Komplikationen

Generell gilt die Tumeszenz-Methode als sehr schonend und komplikationsarm. Insgesamt können immer Schwellungen, Hämatome und Schmerzen entstehen. Die Eintrittsstelle der Kanüle kann sich in seltenen Fällen infizieren, bei der Exzision kann es zu Infektionen des Wundbereichs kommen, die zu einer wulstigen Narbenbildung führen. Hierbei muss nach der Ausheilung die Narbe korrigiert werden, um eine freie Beweglichkeit der Arme gewährleisten zu können. Allergische Reaktionen auf die injizierten Lösungen sind ebenfalls sehr selten.

Durch die Bewegungen der Kanüle im Gewebe kann sich nach dem Eingriff ein Taubheitsgefühl der behandelten Region zeigen, welches durch Läsionen feiner Nervenendigungen entsteht. Dieses Gefühl gibt sich in den meisten Fällen nach wenigen Wochen oder Monaten.

Die Haut im behandelten Gewebe ist dünner und schlechter durchblutet als der umliegende Bereich. Hierdurch kann es zu Wundheilungsstörungen oder Gewebeschäden kommen.

Bei beiden Methoden zur Entfernung kann es im Verlauf dazu kommen, dass die fehlende Funktion der Schweißdrüsen von Schweißdrüsen an anderer Stelle übernommen wird (kompensatorisches Schwitzen). Bei Auftreten bewährt sich der Einsatz von Botox, um die Sekretion einzudämmen.

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