Stirnlifting: Ablauf und Methoden

Stirnlifting

Am Operationstag kommen Sie morgens in die Klinik. Auf Ihrem Zimmer werden Sie vor dem Eingriff noch einmal vom behandelnden Arzt begutachtet. Hierbei können Sie Fragen klären, die in der Zwischenzeit aufgekommen sind. Der Arzt vergewissert sich dabei noch einmal von Ihrem weiterhin bestehenden Wunsch, die OP durchführen zu lassen.

Im Operationssaal liegen Sie auf einem OP-Tisch. Hier wird Ihr Haar nach hinten gebunden, der Haaransatz wird an den Stellen, die der Eröffnung dienen, gekürzt oder rasiert (zum Teil erfolgt die Eröffnung auch einige Zentimeter hinter dem Haaransatz). Anschließend erhalten Sie die vorher vereinbarte Betäubung. Bei einer Lokalanästhesie injiziert der Chirurg mit einer feinen Kanüle an unterschiedlichen Stellen der Stirn, der Augenbrauen und des Haaransatzes ein Lokalanästhetikum, welches einige Zeit einwirken muss.

Nach der Desinfektion und sterilen Abdeckung des OP-Gebietes beginnt das gewählte Verfahren zur Behandlung der Stirn. Dazu wird Ihr Oberkörper meist leicht angehoben, so dass der Chirurg direkt an die zu behandelnden Stellen gelangt.

Die möglichen Verfahren zur Stirnstraffung unterscheiden sich in offene Methoden und ein endoskopisches Verfahren. Beim endoskopischen Stirnlifting werden zwei bis maximal vier kleine Schnitte im Bereich des Haaransatzes gesetzt. Über einen dieser Schnitte wird ein Endoskop eingeführt, welches dem Operateur auf einem Monitor ein direktes Bild von Ihrer Stirn zeigt. Über einen zweiten Schnitt wird ein Instrument eingeführt, welches der Abhebung der Haut vom Gewebe und von der Muskulatur dient.

Dabei geht der Chirurg bis zu den Augenbrauen herab. Das Gewebe lässt sich durch diese Methode glätten, zum Teil kann es auch geschliffen und abgetragen werden. Sollen die Augenbrauen gehoben werden, kann der Chirurg feine Fäden einziehen, die die Brauen heben und verankern. Der Faden löst sich in einem langsamen Prozess über mehrere Monate auf. Einige Operateure nutzen auch die Verankerung der Fäden hinter dem Ohr. Dabei wird ein kleines Häkchen oder eine Minischraube hinter dem Ohr eingebracht, die den Faden in Position hält. Nach der Ausheilung werden Faden und Fixierung entfernt.

Ist das Faltenbild der Stirn stark ausgeprägt oder muss gleichzeitig ein überschüssiger Hautanteil entfernt werden, greift der Arzt eher zu einem offenen Verfahren. Hierbei kann der Chirurg entweder vom oberen Haaransatz aus die gesamte Haut bis zur Augenbraue ablösen oder er setzt die Schnitte an der Seite (= temporales Stirnlifting).

Das temporale Stirnlifting bietet sich vor allem bei Problemen mit den Augenbrauen an. Sind die Runzeln und Falten durch herabhängende Brauen verursacht, kann der Chirurg diese von der Seite her anheben und so den Zug aufs Gewebe reduzieren.

Bei dem Eröffnen über den gesamten Haaransatz präpariert der Arzt die Haut bis zu den Augenbrauen frei und klappt diese dann nach unten. Er hat nun direkte Sicht auf des Unterhautgewebe und die Muskulatur und kann Dellen und übermäßiges Wachstum beseitigen. Anschließend wird die Haut hochgeklappt und straff gezogen. Der überschüssige Hautanteil wird eingezeichnet und exzidiert. Anschließend erfolgt der Wundverschluss mit feiner Naht.

In der Regel wird abschließend ein Druckverband aus Kompressen und Wickel angelegt, der zusätzlich durch einen Stülper (netzartiger Schlauchverband, der wie eine Mütze übergezogen wird) in Form gehalten wird. Sie werden in den Aufwachraum gebracht, wo Sie einige Stunden zur intensiven Beobachtung verbringen. Anschließend kommen Sie zurück auf Ihr Zimmer, um sich ausruhen zu können.

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